Corona

Westerfellhaus: Impfbereitschaft in Heimen groß

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat eine große Impfbereitschaft in Pflege- und Altenheimen begrüßt.

Foto: Kai Abresch Photography Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, ist froh über die Impfbereitschaft in Pflegeheimen.

“Die verbundene Hoffnung und die Erleichterung, wieder zu Normalitäten des Alltags zu kommen, bestimmt die Diskussion”, sagte Westerfellhaus am 3. Februar im Deutschlandfunk. “Und darüber bin ich sehr froh.” Auch sei er froh, dass in vielen Bereichen schon die zweite Impfung angeboten werden könne, betonte der Pflegebevollmächtigte. Regional sei die zweite Spritze bereits verabreicht worden.

Für pflegende Angehörige und pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben, müsse nun ebenso schnellstmöglich ein Impfstoff bereitgestellt werden, verlangte Westerfellhaus. Dazu gehörten auch Tagespflegeeinrichtungen oder Assistenzkräfte, die Menschen mit Behinderungen begleiten. Seine Erwartung sei, dass diese Menschen in die hohe Priorisierung bei der Impfreihenfolge aufgenommen würden. Von mobilen Impfteams hätten viele Menschen noch nicht profitiert, räumte Westerfellhaus ein. Zu Berichten über eine Unerreichbarkeit von Hotlines bei der Vergabe von Impfterminen für alte Menschen sagte er: “Das ist für mich in vielen Bereichen unverständlich, was dort abgelaufen ist. Ich meine, wenn ich einen Tag benenne, an einem Montag, wo sich Überachtzigjährige melden können für ein Impfzentrum, dass da Tausende von Menschen anrufen – oh welch Verwunderung! Damit musste man rechnen.” Er höre aber, dass es inzwischen besser laufe, sagte der Pflegebevollmächtigte. Und dort, wo es noch stocke, müsse “ganz schnell mit Hochdruck nachgearbeitet werden”, betonte er. “Manchmal hilft ja auch einfach die gute alte Post, mit der man jemandem eine Karte schickt: Dann ist Ihr Impftermin und dann können sie das dort und dort tun.”

In den letzten Wochen war viel über eine mögliche Impfskepsis von Pflegekräften diskutiert worden. Bayern startet nun eine eigene Kampagne für Pflegende.