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Zivildienst-Debatte: Heimstiftung würde Stellen anbieten

Die Evangelische Heimstiftung (EHS) begrüßt die aktuelle Debatte über die Einführung eines neuen Zivildienstes. CPO Mirjam Weisserth erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), der Dienst könne die soziale Infrastruktur stärken und Nachwuchs für die Pflege anziehen. Die EHS würde sich mit eigenen Stellen beteiligen.

Mirjam Weisserth, Geschäftsführung Personal und Organisation - CPO
Mirjam Weisserth, Geschäftsführung Personal und Organisation, CPO, bei der EHS Foto: EHS

Mirjam Weisserth, Geschäftsführung Personal und Organisation, CPO, verwies auf eigene Erfahrungen im Haus: Auch einer ihrer Kollegen in der Geschäftsführung habe seine Laufbahn als Zivildienstleistender bei der Heimstiftung begonnen. „Ein Zivildienst ist kein Ersatz für gut ausgebildete Fachkräfte, er ist aber eine sehr wichtige Ergänzung, die unsere soziale Infrastruktur stärkt und Nachwuchs anzieht“, sagte Weisserth dem epd. Die EHS hat 170 Einrichtungen und Dienste mit 11.350 Beschäftigten.

Zivildienst als Türöffner in Pflegeberufe

„Der Zivildienst war früher oft der erste Türöffner in den Pflegeberuf, weil er jungen Menschen Nähe zu Pflege und Sozialarbeit bringen, Solidarität erlebbar machen und Interesse an einer Ausbildung wecken kann“, so Weisserth. Auch Teilnehmende im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und im Bundesfreiwilligendienst (BUFDI) trügen im Alltag zur Entlastung der Einrichtungen bei.

Beteiligung mit eigenen Stellen angekündigt

„Als großes Pflegeunternehmen mit 170 Einrichtungen und Diensten würden wir uns selbstverständlich beteiligen und Stellen für den Zivildienst anbieten“, betonte Weisserth. Man verfüge über Erfahrung und Strukturen, um Zivildienstleistende sinnvoll einzubinden. Wie viele Plätze möglich wären, hänge von den noch offenen Regelungen zu Dauer, Finanzierung und Aufgabenprofil ab.

Kritik an Debatte nicht nachvollziehbar

Die deutliche Kritik zum jetzigen Zeitpunkt könne sie nicht ganz nachvollziehen, erklärte Weisserth. Falls der Zivildienst als Alternative zum Wehrdienst eingeführt werde, „dann brauchen wir wenige, einfache, klare Regeln dafür – und die Freiheit und das Vertrauen, den Einsatz passend zu gestalten“. Zugleich stellte Weisserth klar: „Pflegerische Kernaufgaben, die eine dreijährige Ausbildung verlangen, dürfen nicht an Zivis delegiert werden. Das war aber auch früher nicht der Fall.

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