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Mecklenburg-Vorpommern stellt ersten Landes-Demenzplan mit zehn Handlungsfeldern vor
Mecklenburg-Vorpommern hat erstmals einen Landes-Demenzplan verabschiedet. Sozialministerin Stefanie Drese stellte das Konzept am 11. August gemeinsam mit Lars Krychowski, 1. Vorsitzender der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Landesverband M-V, in der Landespressekonferenz vor. Der Plan bündelt zehn Handlungsfelder zur Versorgung, Unterstützung und Teilhabe von Menschen mit Demenz.
Nach Angaben des Sozialministeriums leben bereits mehr als 40.000 Menschen im Land mit einer demenziellen Erkrankung. Ihre Zahl werde aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahrzehnten weiter deutlich steigen, sagte Drese. Erarbeitet wurde der Plan im Rahmen des Pakts für Pflege unter Koordination des Sozialministeriums und der Landesfachstelle Demenz Mecklenburg-Vorpommern, die bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft MV angesiedelt ist. Beteiligt waren laut Mitteilung Fachleute aus Gesundheit und Pflege, die kommunalen Landesverbände, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der wissenschaftliche Expertenbeirat Demenz und der Landesseniorenbeirat. Auch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen seien einbezogen worden.
Zehn Handlungsfelder von Prävention bis Krankenhaus
Der Plan benennt zehn miteinander verbundene Handlungsfelder – von Aufklärung, Prävention und ganzheitlicher Versorgung über Beratung, Hilfen für Angehörige, Wohnen und kommunale Teilhabe bis zur demenzsensiblen Krankenhausbehandlung sowie Monitoring und Forschung. Es gehe „nicht allein um medizinische oder pflegerische Versorgung“, betonte Drese. Der Demenzplan führe diese Bereiche zusammen und schaffe eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit.
„Menschen mit Demenz können wir nur dann gut begleiten, wenn wir Versorgung gemeinsam denken“, sagte Krychowski. Zu den Beteiligten gehörten An- und Zugehörige „als größter Pflegedienst unseres Landes“ ebenso wie professionell Pflegende, Ärzteschaft, Krankenhäuser, Kommunen, Wohnungswirtschaft und Ehrenamt. Der Plan solle Angehörige spürbar entlasten und die Versorgung besser verzahnen.
Aufbau auf bestehende Landesstrukturen
Nach Angaben Dreses baut der Demenzplan auf zahlreiche bereits bestehende Aktivitäten auf. Dazu zählt das Demenzmonitoring innerhalb des Landespflegeplans, das die Ministerin als „bundesweit vorbildlich“ bezeichnete. Auch der Demenzkompass, der Angebote für Menschen mit Demenz sichtbar macht, soll ausgebaut werden. Weitere Bausteine sind der Runde Tisch gegen Einsamkeit im Alter, der Geriatrieplan sowie der wissenschaftliche Expertenbeirat „Herausforderung Demenz“. Krychowski verwies zudem auf den DZNE-Doppelstandort Rostock/Greifswald sowie die anwendungsnahe Expertise der Hochschulen in Neubrandenburg und Stralsund.
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