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VDAB zu Zivildienst-Plänen: Entlastung ja, Ersatz für Fachkräfte nein
Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe unterstützt die Vorbereitungen der Bundesregierung für einen möglichen neuen Zivildienst. Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling warnt jedoch davor, das Instrument als Antwort auf den Fachkräftemangel misszuverstehen und pocht auf den Fortbestand bestehender Freiwilligendienste.
Der VDAB hat sich zu den Überlegungen der Bundesregierung (siehe auch Meldung vom 4. August 2026) geäußert, die Grundlage für einen modernen Zivildienst zu schaffen. Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling wertet die frühzeitige Vorsorge als positives Signal für die Pflegebranche. Zusätzliche Kräfte könnten den Alltag in Pflegeeinrichtungen entlasten und jungen Menschen einen Zugang zu sozialen Berufen eröffnen. Solche Einsätze böten laut Knieling zudem die Chance, Nachwuchs für die Pflege zu gewinnen, indem sie praktische Einblicke in den Berufsalltag ermöglichten.
Zugleich zieht der Verband eine klare Grenze: Ein Zivildienst dürfe nicht als Lösung für den Fachkräftemangel verstanden werden. Qualifiziertes Pflegepersonal lasse sich durch Dienstleistende nicht ersetzen. Knieling verweist darauf, dass der Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) weiterhin gestärkt und nicht durch neue Strukturen verdrängt werden dürften. Für eine nachhaltige Sicherung der pflegerischen Versorgung seien gute Arbeitsbedingungen, eine verlässliche Finanzierung und eine konsequente Fachkräfteoffensive entscheidend.
Hintergrund: 22 von 23 Verbänden signalisieren Bereitschaft
Anlass der Stellungnahme sind Pläne des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Infrastruktur für einen künftigen Zivildienst vorzubereiten – für den Fall einer Rückkehr zur Wehrpflicht. Wie die „Bild“ berichtete, wurden 23 große Verbände und Organisationen zu ihren Kapazitäten befragt. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers erklärten 22 dieser Verbände, ihre Infrastrukturen und Einsatzstellen seien grundsätzlich bereit. Die Einrichtungen könnten demnach ein vielfältiges Angebot für Wehrersatzdienstleistende schaffen.
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