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Pflegestatistik 2023: Pflegezahlen steigen weiter – Baden-Württemberg fordert schnelle Reformen

Die neue Pflegestatistik zeigt einen Anstieg der Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg. Sozialminister Lucha sieht die Zahlen als erwartbar – und fordert Reformen vom Bund.

Manne Lucha_Sozialministerium BaWü
Foto: Sozialministerium Baden-Württemberg

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) zeigte sich über die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts nicht überrascht: „Der Zusammenhang zwischen Hochaltrigkeit und Pflegebedürftigkeit ist bekannt. Unsere Pflegepolitik ist daher langfristig ausgerichtet“, so die Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration von Baden-Württemberg.

Lucha betonte, dass die Herausforderungen in der Pflege auf allen politischen Ebenen angegangen werden müssten. Besonders der Bund sei gefordert, etwa bei der Finanzierung der Pflegeversicherung und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform unter Federführung Baden-Württembergs habe bereits konkrete Vorschläge erarbeitet. Lucha forderte die Bundesregierung auf, diese zeitnah umzusetzen.

Ein Großteil der Pflege findet laut Statistik weiterhin zu Hause statt. Das Land fördere daher gezielt Kurzzeitpflegeangebote sowie Unterstützungsstrukturen für pflegende Angehörige. Ohne deren Engagement wäre die Pflegeversorgung nicht zu gewährleisten, so Lucha. Die Zahl der ambulanten Pflegedienste stieg 2023 gegenüber 2021 um 2,8 % auf 1 297, die der stationären Pflegeheime um 2,3 % auf 2 059. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg damit um 2,5 % auf 3 356 (+ 81 gegenüber 2021). Positiv bewertete der Minister den Anstieg der stationären Pflegeeinrichtungen auf 2.059. Zudem sei die Zahl der Neueintritte in die generalistische Pflegeausbildung um rund 15 Prozent auf etwa 7.300 gestiegen. Dies sei ein ermutigendes Signal, das unter anderem auf verbesserte Rahmenbedingungen in der Pflege zurückzuführen sei. Für 2024 erwartet Lucha eine weitere Zunahme der Ausbildungszahlen. Das Land setze sich daher weiter für Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung ein, sowohl im Inland als auch international.

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Eine Antwort auf “Pflegestatistik 2023: Pflegezahlen steigen weiter – Baden-Württemberg fordert schnelle Reformen

  1. med-pharm-historie

    nicht schnelle Reförmchen, sondern „totale Umkehr“ des bisherigen unsolidarischen Finanzierungskonzeptes sind dringlich !
    ALLE Erwerbstätigen sind „solidarisch“ zur Finanzierung der GKV sowie Pflege, durch Beiträge, heranzuziehen. Es widerspricht dem Gleichheitsprinzip des Grundgesetzes wenn gerade die die die Zwangsbeiträge der GKV, in “ Selbstverwaltung“ ( Ärzte, Apotheker, Zahnärzte ) freihändig unter sich verteilen, keinen EURO beisteuern… Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ist seit Jahrzehnten überfällig.. PRO Senioren PAKT