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Österreich: Pflegeheimbetreiber Senecura wird offenbar verkauft

Der österreichische Pflegeheimbetreiber Senecura steht offenbar vor dem Verkauf.

Die Schweizer Großbank UBS soll die Verkaufsunterlagen für Senecura bereits erstellt haben. (Symbolbild) Foto: Adobe Stock/eyeQ

Das hat u. a. die in Wien erscheinende überregionale österreichische Tageszeitung „Die Presse“ berichtet, die wiederum das Nachrichtenmagazin Profil Online zitiert. Dieses hatte berichtet, dass die Schweizer Großbank UBS bereits entsprechende Verkaufsunterlagen vorbereitet hat. Neben den österreichischen Standorten sollen auch die Senecura-Gesellschaften in Slowenien und Kroatien betroffen sein.

Laut ORF-Radio äußerte sich das Unternehmen dazu nicht konkret und erklärte lediglich, man kommentiere „Marktgerüchte nicht“. Auch der Betriebsrat selbst wollte gegenüber dem ORF keine Stellungnahme abgeben.

Das Immobilienvermögen von Senecura wird von UBS mit rund 460 Millionen Euro bewertet. ORF-Informationen zufolge könnte der Wert sogar bei etwa 500 Millionen Euro liegen. Das Unternehmen betreibt in Österreich aktuell 19 Rehakliniken mit insgesamt rund 1.850 Betten sowie 65 Pflegeeinrichtungen mit 5.400 Betten. Der Gesamtmarkt für Altenpflege wird von der UBS auf rund vier Milliarden Euro geschätzt, wobei Senecura einen Marktanteil von etwa 26 Prozent hält. Zusätzlich betreibt das Unternehmen sieben Altersheime in Slowenien und vier in Kroatien.

Senecura gehört seit 2015 zum französischen Gesundheitskonzern Orpea. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten übernahm eine Investorengruppe Orpea, das nun unter dem Namen Emeis firmiert. Um Schulden abzubauen, wurden seither mehrere Beteiligungen und Immobilien verkauft. Erst kürzlich wechselte die tschechische Senecura-Tochter den Besitzer – sie ging an die slowakische Investmentgesellschaft Penta, berichtet „Die Presse“ weiter.