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Caritasverbände Ettlingen und Bruchsal schließen sich zusammen
Der seit Monaten in Sanierung und Insolvenz befindliche Caritasverband Ettlingen wird zum 1. November 2026 vollständig in den Caritasverband Bruchsal überführt. Pflege- und Beratungsdienste wechseln per Betriebsübergang. Sozialstation, Senioren- und Familienhilfe sowie die Angebote für psychisch erkrankte Menschen bleiben wohnortnah erhalten.
Die im Frühjahr angekündigte Bündelung der Caritas-Kräfte im Landkreis Karlsruhe nimmt konkrete Gestalt an: Zum 1. November 2026 geht der Caritasverband Ettlingen im Caritasverband Bruchsal auf. Nach Verbandsangaben entsteht damit ein Wohlfahrtsverband, der die soziale Versorgung im Landkreis Karlsruhe langfristig sichern soll.
Ausgangspunkt des Zusammenschlusses ist die wirtschaftlich angespannte Lage des Ettlinger Verbandes, der sich seit längerer Zeit in einem Sanierungs- und Insolvenzverfahren befindet. In den vergangenen Monaten hatten der Caritasverband Bruchsal, der Diözesan-Caritasverband Freiburg, der Caritasverband Karlsruhe sowie der Insolvenzverwalter gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Zwei Ziele standen dabei im Vordergrund: der dauerhafte Erhalt der sozialen Angebote und eine verlässliche Perspektive für die Beschäftigten.
Zum Stichtag wechseln die Mitarbeitenden der Pflege- und Beratungsdienste im Rahmen eines Betriebsübergangs zum Caritasverband Bruchsal. Betroffen sind die Senioren- und Familienhilfe, die Hilfe für psychisch erkrankte Menschen, die Sozialstation sowie die Beratungsangebote. Diese Dienste werden künftig unter dem Dach des Bruchsaler Verbandes weitergeführt. Nach Angaben der Beteiligten bleiben die Angebote wohnortnah, die Klientinnen und Klienten behalten ihre vertrauten Ansprechpersonen.
Die Caritas begründet den Schritt mit den wachsenden sozialen Herausforderungen, dem Fachkräftemangel und steigenden wirtschaftlichen Anforderungen. Die Bündelung der Kompetenzen soll eine stabilere Grundlage schaffen, als sie ein einzelner Bezirksverband derzeit bieten könnte.
Die Vorstände des Caritasverbandes Bruchsal, Sabina Stemann-Fuchs und Ralph Schäfer, verweisen auf das doppelte Ziel: dauerhafte Versorgungssicherheit für die Menschen vor Ort und eine verlässliche Perspektive für die Mitarbeitenden.
Susanne Rohfleisch, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbands Karlsruhe, hebt hervor, dass ihr Verband den Prozess von Beginn an aktiv begleitet habe. Die Lösung sichere die caritativen Angebote im südlichen Landkreis Karlsruhe und sei ein Zeichen von Solidarität innerhalb der Caritas.
Alexander Seiler, Vorstand des Caritasverbandes Ettlingen, betont, das zentrale Anliegen sei die Absicherung der Beschäftigten und der Versorgung in der Region gewesen. Mit dem Übergang zum Caritasverband Bruchsal sei eine tragfähige Perspektive für die Dienste geschaffen worden. (ck)
Weitere Informationen zum Zusammenschluss finden Sie unter www.caritas-bruchsal.de sowie unter www.caritas-ettlingen.de.
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