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Pflegezentrum Rudersberg: 46 Plätze und 16 Wohnungen stärken Versorgung vor Ort

In Rudersberg ist ein neues Pflegezentrum mit 46 stationären Plätzen und 16 seniorengerechten Wohnungen eröffnet worden. Das Projekt soll Pflege, Wohnen und Begegnung verbinden und die Versorgung im Rems-Murr-Kreis langfristig sichern.

Das Wohn-Projekt in Rudersberg soll Pflege, Wohnen und Begegnung verbinden. Foto: Kreisbaugruppe

Mit einem Festakt wurde das Pflegezentrum im Baden-Württembergischen Rudersberg offiziell eingeweiht. Laut Pressemitteilung der Kreisbaugruppe vereint der Neubau „46 stationäre Pflegeplätze mit 16 seniorengerechten Wohnungen“. Ergänzt wird das Angebot durch Gemeinschaftsflächen und ein öffentliches Café als Treffpunkt für Bewohner:innen und Bürgerschaft. Ziel sei „ein offenes Haus, das in die Gemeinde hineinwirkt“.

Landrat Dr. Richard Sigel betonte die Notwendigkeit neuer Versorgungsformen: „Unsere Gesellschaft wird immer älter, dadurch kommen auch Demenzerkrankungen immer häufiger vor.“ Dafür brauche es „neue Formate wie dieses“. Gleichzeitig verwies er auf finanzielle Grenzen: Ohne „auskömmliche kommunale Finanzierung“ seien solche Projekte künftig schwer umsetzbar.

Fokus auf vernetzte Pflegeangebote

Ein Schwerpunkt liegt auf der Kombination unterschiedlicher Wohn- und Pflegeformen. Die betreuten Wohnungen ermöglichen ein selbstständiges Leben mit optionaler Unterstützung. Parallel wird das bisherige Pflegeheim in der Rathausstraße in Tagespflege und weitere Wohnangebote umgewandelt.

„Wir denken Pflege und Wohnen hier konsequent zusammen“, erklärte Dirk Braune von der Kreisbaugruppe. Die Investition von rund 18 Millionen Euro schaffe „dringend benötigte Pflegeplätze“, aber auch „moderne Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte“. Dieses Zusammenspiel sei entscheidend für eine nachhaltige Infrastruktur.

Bedeutung für Kommune und Träger

Auch Bürgermeister Ahrens sieht einen deutlichen Mehrwert: „Mit diesem Pflegezentrum stärken wir die soziale Infrastruktur in unserer Gemeinde ganz erheblich.“ Wichtig sei, dass Menschen wohnortnah Unterstützung finden und zugleich Teilhabe möglich bleibt.

Der diakonische Träger hebt zudem den Anspruch an moderne Pflege hervor. Dietmar Prexl, Vorstand der Diakonie Stetten, erklärte: „Das neue Pflegezentrum in Rudersberg zeigt, wie moderne Pflege heute gedacht werden kann: wohnortnah, vernetzt und orientiert an den Bedürfnissen der Menschen.“ Zugleich betonte er, dass gute Pflege für Bewohner:innen bezahlbar und für Einrichtungen langfristig finanzierbar bleiben müsse.

Das Gebäude erfüllt hohe ökologische Standards, darunter KfW-55-Niveau, Wärmepumpe und Photovoltaik. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit von Rems-Murr-Kreis, Kreisbaugruppe, Gemeinde Rudersberg und Alexander-Stift. Ziel sei, laut Pressemitteilung, eine zukunftsfeste Infrastruktur, die Pflege, Wohnen und Gemeinschaft dauerhaft verbindet.