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Bremen richtet Welcome Center für internationale Pflegefachkräfte ein

Der Bremer Senat hat ein Pilotprojekt für internationale Pflegefachkräfte beschlossen. Die Anlaufstelle soll noch 2026 starten und bei Anerkennungsverfahren sowie beim Ankommen und Leben in Bremen beraten. Vorbehaltlich weiterer Gremienentscheidungen sind bis Ende 2027 rund 580.000 Euro vorgesehen.

Senatorin Claudia Bernhard (Die Linke), zuständig für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz Foto: Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Der Bremer Senat hat am 1. September 2026 den Start eines Pilotprojekts beschlossen, das internationalen Pflegefachkräften den Einstieg im Land Bremen erleichtern soll. Unter dem Namen Welcome Center entsteht eine zentrale Anlaufstelle, die Unterstützung rund um Anerkennung, Alltagsfragen und das Leben in Bremen bietet. Der Senat stellt dafür – vorbehaltlich der weiteren Gremienbefassung – bis Ende 2027 rund 580.000 Euro zur Verfügung.

Claudia Bernhard (Die Linke), Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, nennt unter anderem visarechtliche Fragen, die Eröffnung eines Bankkontos sowie die Wohnungs- und Kitaplatzsuche als mögliche Beratungsfelder. Umgesetzt wird das Projekt vom Paritätischen Bildungswerk und der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Nach einer Auswertung könnte das Angebot auf weitere Gesundheitsberufe ausgeweitet werden.

Beide Träger hatten sich bereits 2025 erfolgreich für einen ersten Anlauf zur Einrichtung eines Welcome Centers für Gesundheitsberufe beworben. Ein Antrag auf EU-Förderung war 2026 jedoch abgelehnt worden, weil die Fördermittel ausgeschöpft waren. Der verbleibende Länderanteil wird nun zur Finanzierung des Pilotprojekts genutzt.

Das Angebot richtet sich an bereits zugewanderte sowie derzeit oder künftig zuwandernde internationale Pflegefachkräfte. Die Ergebnisse sollen systematisch ausgewertet werden und als Grundlage für eine mögliche Ausweitung auf weitere Gesundheitsberufe dienen. Langfristig ist eine Zusammenführung mit dem von der Senatorin für Arbeit, Jugend, Soziales und Integration geplanten Welcome Center vorgesehen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Synergien zu nutzen. (ck)

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