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Arbeitszeit innovativ mitgestalten
Im Projekt Pflege:Zeit werden innovative Lösungen zur Arbeitszeitgestaltung in der stationären Altenpflege entwickelt und in Experimentierräumen erprobt. Erste Ergebnisse werden auf dem Messekongress zur ALTENPFLEGE 2024 präsentiert.
Die Sozial Holding Mönchengladbach ist als Praxispartner beim Projekt „Pflege:Zeit“ dabei. Geschäftsführer Helmut Wallrafen berichtet im Interview über Ziele und Erwartungen.
Herr Wallrafen, die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach beteiligt sich als Praxispartner an dem Experimentierraum-Projekt „Pflege:Zeit“ im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Was sind Inhalte und Ziele des Projektes?
Die größte Herausforderung in der Pflege und damit für die Arbeitgeber ist die Sicherstellung ihrer personellen Basis. Wir haben an 365 Tagen letztlich 24 Stunden eine an Werten orientierte würdevolle Pflege sicherzustellen, die immer mehr – sicherlich nachvollziehbare -, aber auch schwer anpackbare Rahmenbedingungen durch Politik und Verwaltungen erhält. Das diese Erwartungshaltungen dann auch noch zwischen Bund, Land und Kommunen unterschiedlich gesehen und bewertet werden, zeigt das Jahrzehnte alte Dilemma der Altenpflege. Positiv formuliert: Ohne bedarfsgerechte Arbeitszeitgestaltung durch Arbeitgeberattraktivität können wir die personellen Voraussetzungen für unsere Arbeit nicht mehr garantieren.
Wie sieht der derzeitige Stand bei Ihnen aus? Was passiert dazu gerade in Ihren Einrichtungen?
Unsere wissenschaftlichen Partner MA&T, IAT und (für die Evaluation) das DIP haben in den ersten Monaten die wissenschaftlichen Voraussetzungen dafür geschaffen (u. a. mit detaillierten Literaturrecherchen), dass wir nun in unserem „Projektaltenheim“ in Hardterbroich und in den anderen sechs Vergleichsaltenheimen ab Ende Februar mit der Umsetzungsplanung beginnen können und dann in enger Abstimmung mit unserem Betriebsrat auch ab spätestens Mai/Juni mit der Umsetzungsdurchführung. Nicht unerwähnt lassen möchte ich unseren Beirat, der bereits mehrfach getagt hat, und in dem Persönlichkeiten aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern und Verantwortungsbereichen uns mit ihrem Sachverstand unterstützen.
Was erhoffen Sie sich vom Projekt? Was möchten Sie mit der Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle erreichen?
Ich kann und ich will den Ergebnissen der Durchführungsphase nicht vorweggreifen, aber eines steht sicher jetzt schon fest: Die flexiblen Arbeitszeitmodelle werden sich ganz stark an den individuellen Wünschen und Bedürfnissen unserer Beschäftigten orientieren müssen. Die „kollektive“ Dienstplangestaltung im Team der jeweiligen Wohnbereiche und die Erprobung vom „Mobilen Arbeiten“ in der Pflege auf verschiedenen Hierarchieebenen wird dabei – auf ausdrücklichem Wunsch unserer Beschäftigten – eine wichtige Rolle spielen.
Die Fragen stellte Ina Füllkrug.
Auf dem Messekongress zur ALTENPFLEGE 2024 erfahren Sie mehr über die ersten Ergebnisse aus dem INQA-Projekt: in der Masterclass 1.04 am 23. April von 14 bis 16.30 Uhr.
Und hier geht’s zum Ticketshop
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