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Leitbild trifft Qualitätsmanagement: Warum gute Tagespflege einen Kompass braucht
Standards, Handbücher und Verfahrensanweisungen allein machen noch keine gute Tagespflege. Erst wenn klar ist, welche Werte eine Einrichtung prägen und welche Ziele erreicht werden sollen, wird aus Qualitätsmanagement mehr als reine Pflichterfüllung.
Qualitätsmanagement ist weit mehr als das Erfüllen gesetzlicher Vorgaben. Es geht um das kontinuierliche, systematische Bemühen, Organisation, Arbeitsabläufe und Ergebnisse regelmäßig zu dokumentieren, zu überprüfen und zu verbessern. Doch dieses Bemühen läuft ins Leere, wenn die Richtung fehlt. Genau hier kommt das Leitbild ins Spiel: Es ist der Kompass, der vorgibt, wohin sich Qualität entwickeln soll und was „gute Qualität“ in der eigenen Tagespflege überhaupt bedeutet. Florian Wilms, Geschäftsführer der Pflege an der Volme GmbH, zeigt in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift TP, wie Leitbild und Qualitätsmanagement zusammenspielen und warum beides ohne das andere wirkungslos bleibt.
Inhalt
Gute Qualität braucht eine Richtung
In vielen Tagespflegen dominieren Verfahrensanweisungen und Handbücher den Qualitätsalltag. Wilms macht deutlich: Das ist wichtiges Handwerkszeug, aber kein Selbstzweck. Wirkliche Qualität entsteht erst dort, wo Werte und Ziele klar formuliert sind und das Handeln im Alltag prägen.
Damit Qualität messbar und überprüfbar wird, brauchen Einrichtungen klare Ziele. Wilms empfiehlt das bewährte SMART-Prinzip. Entscheidend dabei: Qualitätsziele müssen sich aus Vision und Leitbild ableiten lassen. Nur so entsteht eine konsistente Qualitätskultur, in der Qualität nicht nur kontrolliert, sondern bewusst gestaltet wird. Die Umsetzung gelingt idealerweise über den klassischen PDCA-Zyklus.
Fehlerkultur und Reflexion als Erfolgsfaktoren
Neben SMART-Zielen und PDCA-Zyklus braucht es laut Florian Wilms weitere Bausteine für ein wirksames Qualitätsmanagement: eine fähige Leitung, die Prozesse beobachtet und mit den Werten des Leitbildes abgleicht, eine gelebte Fehlerkultur, die nicht nach Schuld, sondern nach Lösungen fragt, sowie ein funktionierendes Beschwerde- und Verbesserungsmanagement. Hinzu kommen die systematische Auswertung in Teamsitzungen, Fallbesprechungen, Leitungsrunden und Qualitätszirkeln.
TP Tage 2026: Der Treffpunkt für die Tagespflegeleitung
Sie möchten tiefer in das Thema „Leitbild als Kompass für Ihre Tagespflege“ einsteigen? Dann sichern Sie sich Ihren Platz bei den TP Tagen 2026 vom 6. bis 8. Oktober in Hannover (Courtyard by Marriott/Hannover Maschsee).
Florian Wilms ist einer der Gastgeber und gestaltet einen ganzen TP Tag rund um die Frage: Was macht unsere Einrichtung aus – und wie wird das im Alltag sichtbar? Sein Workshop verbindet die Auseinandersetzung mit Haltung und Werten mit praktischen Fragen des Zeit- und Selbstmanagements. Denn ein gutes Leitbild braucht auch Strukturen und Gelassenheit, um im Alltag wirksam zu werden.
Weitere Schwerpunktthemen in diesem Jahr sind „Auslastung erhöhen” und „Führungskompetenzen ausbauen”. Freuen Sie sich auf drei Tage voller Impulse, praxisnaher Workshops und Networking auf Augenhöhe.
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