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Buddy-Patenschaften und Azubi-Tour: Wie Humanas den Berufseinstieg erleichtert

Der Magdeburger Pflegeanbieter Humanas setzt beim Ausbildungskonzept auf ein Zusammenspiel aus festen Patenschaften, standardisierter Einarbeitung durch die zentrale Praxisanleitung und Gemeinschaftsformaten wie einem dreitägigen Azubi-Camp. Ziel ist eine systematische Heranführung an den Pflegealltag in den Wohnparks – flankiert durch Kickoff-Veranstaltung und Azubi-Speed-Dating zum Jahrgangsauftakt.

Im Wohnpark beteiligt sich die Auszubildende Liah Apel (l.) am Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner im Magdeburger Wohnpark Hans-Grade-Straße. Foto: Humanas

Zentrales Element des Humanas-Ausbildungskonzepts sind die intern etablierten Buddy-Patenschaften. Jede und jeder Auszubildende erhält eine feste Ansprechperson aus dem Team des jeweiligen Wohnparks. Nach Unternehmensangaben begleiten die Patinnen und Paten die Nachwuchskräfte im Arbeitsalltag, unterstützen bei Fragen und sollen die Orientierung in den ersten Monaten erleichtern. Sichtbar gemacht wird die Zuordnung durch einen Button sowie eine Urkunde.

Wie das Modell in der Praxis wirkt, illustriert der Magdeburger Wohnpark Ulnerstraße: Melanie Nachreiner, frisch examinierte Pflegehelferin, übernimmt nach eigenen positiven Erfahrungen mit ihrem Buddy nun selbst eine Patenschaft – für die 17-jährige Auszubildende Kiara-Lynn Flörcke. Die 42-jährige verweist darauf, wie hilfreich eine solche Begleitung auch bei schulischen Herausforderungen sein könne.

Ergänzend zur Buddy-Struktur hat die zentrale Praxisanleitung von Humanas einen einheitlichen Einarbeitungsstandard entwickelt, der neue Auszubildende systematisch an die Ausbildungsinhalte heranführen soll. Bestandteil ist eine sogenannte Azubi-Tour, die im Dienstplan des jeweiligen Wohnparks fest vermerkt ist. Darüber lernen die Nachwuchskräfte die unterschiedlichen Versorgungsbereiche der ambulanten Pflege und Tagespflege, die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Aufgaben im Pflegealltag schrittweise und individuell kennen.

Jenifer Diedrich, Referentin für Aus- und Weiterbildung bei Humanas, verweist auf das Zusammenspiel aus praxisnahen Schulungen, enger Begleitung in den Wohnparks und Austausch untereinander als Grundlage des Konzepts. Geschäftsführer Fabian Biastoch beschreibt Ausbildung als mehr als Wissensvermittlung – Ziel sei es, die Auszubildenden zum Teil der Unternehmensgemeinschaft zu machen.

Zum Jahrgangsauftakt setzt Humanas auf gemeinschaftsstiftende Formate. Anfang August wurden die neuen Auszubildenden mit einer Kickoff-Veranstaltung begrüßt, zu der traditionell das Bootfahren in Magdeburg gehört – in diesem Jahr Tretbootfahren im Rotehornpark. Es folgte ein dreitägiges Azubi-Camp mit Schulungen zu Motivationstechniken, Lernstrategien, Hygienegrundlagen sowie praxisrelevanten Inhalten für den Pflegealltag. Ein Azubi-Speed-Dating soll das gegenseitige Kennenlernen und das Knüpfen erster Kontakte innerhalb des Jahrgangs unterstützen.

Zum aktuellen Ausbildungsjahr sind 25 neue Auszubildende bei Humanas gestartet – sechs in der Pflegefachkraft-Ausbildung, 19 in der einjährigen Pflegehilfe. Acht kamen aus den eigenen Reihen, fünf aus dem Ausland (Indonesien, Syrien, Indien). Insgesamt befinden sich derzeit 42 Auszubildende in Ausbildung bei dem Anbieter. (ck)

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