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Bayern startet Kampagne für Pflege-Quereinsteiger
Die Kampagne „Jetzt in die Pflege wechseln – NEUEPFLEGE.bayern“ soll neue Zielgruppen für die Pflegeberufe gewinnen und insbesondere Quereinsteiger:innen ansprechen.
Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention hat Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach (CSU) am 27. Oktober 2025 eine landesweite Informations- und Imagekampagne für Pflegeberufe gestartet. Ziel sei es, mehr Menschen zu einem Wechsel in den Pflegebereich zu motivieren und die Attraktivität der Pflegeberufe sichtbarer zu machen.
Gerlach betonte, dass viele Menschen bereits in die Pflege gewechselt seien, viele andere jedoch beim entscheidenden Schritt zögerten – häufig aus Unsicherheit. Die Kampagne solle genau hier ansetzen und aufzeigen, dass Pflege ein anspruchsvolles, aber zukunftssicheres Berufsfeld mit echten Aufstiegschancen sei. Nach Angaben der Ministerin biete die generalistische Pflegeausbildung durch ihre breite Ausrichtung vielfältige Perspektiven – vom Einsatz in unterschiedlichen Versorgungsbereichen bis hin zu Führungsrollen, etwa als Praxisanleiter:in oder Einrichtungsleitung.
Die Kampagne soll auf verschiedenen Kanälen sichtbar werden. Neben einer intensiven Social-Media-Kommunikation über den Instagram-Account @neuepflege.bayern sind Plakataktionen in Bayerns größten Städten geplant. Zusätzlich stellt das Ministerium Informations- und Werbematerialien bereit, die Pflegeeinrichtungen direkt nutzen können, um die Initiative regional zu unterstützen. Auf der Website www.neuepflege.bayern/quereinsteiger finden sich Video-Storys, Materialien zum Download sowie die Möglichkeit, Messestände und Give-aways anzufordern.
Für Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege sei laut Gerlach entscheidend, die Kampagne aktiv mitzutragen, um Interessierte gezielt anzusprechen. Mit Blick auf die generalistische Pflege hob sie hervor, dass diese Ausbildung Fachpersonen befähige, Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsformen zu pflegen. Das verbessere nicht nur die Ausbildungsqualität, sondern auch die Einsatzflexibilität.
Als Teil der Öffentlichkeitsarbeit wird das Gesundheits- und Pflegeministerium seinen Kampagnenstand auch bei den Kooperationstreffen zur generalistischen Pflegeausbildung am 2. Dezember in Erlangen und am 8. Dezember in München präsentieren. Gerlach kündigte an, die Initiative dort vorzustellen und den direkten Austausch mit Bildungsträgern und Pflegeeinrichtungen zu suchen.
Abschließend unterstrich die Ministerin, dass Pflege ein „systemrelevanter und erfüllender Beruf“ bleibe. Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachpersonen sei eine zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik, so Gerlach. Deshalb wolle sie nicht nur neue Interessierte gewinnen, sondern auch die Rahmenbedingungen in der Pflege dauerhaft verbessern.
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