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Pflegekräfte sollten noch besser bezahlt werden
Der Sachverständigenrat Gesundheit & Pflege setzt sich in seinem aktuellen Gutachten mit Fachkräften im Gesundheitswesen und dem nachhaltigen Einsatz einer knappen Ressource auseinander.
In einem Interview mit dem „Ersatzkassen Magazin“ hat der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Prof. Michael Hallek, klar gemacht, dass sich der Personalmangel im Gesundheitswesen nicht nur über mehr Personal lösen lassen wird.
„Aufgrund der demografischen Entwicklung ist anzunehmen, dass wir insbesondere in der Langzeitpflege durchaus Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften haben werden. Aber die Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte würde nur bedingt helfen“, so Prof. Michael Hallek, Vorsitzender des Sachverständigenrats Gesundheit & Pflege in der aktuellen Ausgabe des „Ersatzkassen Magazins“.
Hallek schlägt vor, Arbeitsplätze in der Pflege attraktiver zu machen und Pflegekräften mehr Kompetenzen zuzugestehen. „Ein großes Manko ist, dass wir in Deutschland auch viele ausländische Pflegefachkräfte wieder verlieren, weil sie weniger eigenständig tätig sein dürfen als im Ausland.“ Verbesserungswürdig sei trotz eingeführter Tarifpflicht und neuer Tarifverträge auch die Vergütung, auch als Zeichen der Wertschätzung. Der Sachverständigenrat empfehle außerdem, Pflegekoordinationszentren einzurichten, die den Einsatz in definierten Gebieten nach dem Bedarf steuern könnten. Dadurch könnten Fachkräfte sinnvoller eingesetzt und Ausfälle leichter kompensiert werden.
Laut Verband der Ersatzkassen (vdek) stehen sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die soziale Pflegeversicherung unter finanziellem Druck. In der sozialen Pflegeversicherung (SPV) werde ein Defizit zum Ende des Jahres 2024 von mindestens 1,5 Milliarden Euro erwartet, für 2025 vermutlich sogar in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro. Um eine Schieflage der SPV abzuwenden, brauche es ein konkretes politisches Maßnahmenbündel.
Passend dazu: Erst kürzlich hatten führende CDU-Politiker ein Konzept für die Reform der Pflegeversicherung präsentiert. Diese müsse in eine Vollversicherung umgewandelt werden.
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