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Diakonie-Präsident: „Wer sich für die AfD einsetzt, muss gehen“

Aus Sicht von Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sollten AfD-Parteigänger, die sich menschenfeindlich äußern, nicht bei Einrichtungen der evangelischen Wohlfahrt arbeiten.

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Wer eine diskriminierende Haltung gegenüber behinderten oder zugewanderten Menschen hat, ist bei der Diakonie falsch, findet Präsident Rüdiger Schuch. Foto: Wilfried Meyer/Evangelisches Büro NRW

„Wer sich für die AfD einsetzt, muss gehen“, sagte Schuch den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom 30. April. Bislang sei der Diakonie Deutschland jedoch kein Fall einer Entlassung in diesem Zusammenhang bekannt.

„Wenn jemand in die AfD eintritt oder sogar für die AfD kandidiert, identifiziert er sich mit der Partei. Wir sollten zunächst das Gespräch mit dem Mitarbeitenden suchen, genau hinhören, warum und mit welcher Überzeugung rechtsradikale Äußerungen getätigt werden“, sagte Schuch. Dem Beschäftigten müsse in solchen Gesprächen klar werden, dass für menschenfeindliche Äußerungen in Diakonie-Einrichtungen kein Platz ist. „Aber wenn das nichts ändert, muss es arbeitsrechtliche Konsequenzen geben“, sagte der Diakonie-Präsident.

Schuch begründete seine Position damit, dass Menschen geschützt werden müssen, die sich an die Diakonie wenden. „Wer zum Beispiel Zuwanderer als bedrohliche Menschenmasse bezeichnet, hat bei der Diakonie keinen Platz. Oder: Wenn behinderte Menschen bei uns das Gefühl haben, die Mitarbeiter würden sie abwerten, dann muss man sich von solchen Beschäftigten trennen“, sagte er.

Die Diakonie Deutschland ist der Bundesverband der Diakonischen Werke der evangelischen Landes- und Freikirchen sowie von Fachverbänden verschiedener Arbeitsfelder. Zur Diakonie gehören rund 33.000 stationäre und ambulante Angebote wie Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Sozialstationen mit rund 627.000 Beschäftigten und etwa 700.000 ehrenamtlichen Helfern.

Bereits Anfang des Jahres hatte der Deutsche Pflegerat sich gegen jede Form von Rechtsextremismus und Diskriminierung gestellt. Auch andere Verbände und Träger bezogen klar Stellung.