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Pflege-Verbände und Träger stellen sich gegen Rassismus
Der Deutsche Pflegerat hat sich gegen jede Form von Rechtsextremismus und Diskriminierung gestellt. Auch andere Verbände und Träger beziehen klar Stellung.
Die Präsidentin des Pflegerats, Christine Vogler, erklärte am Mittwoch in Berlin, rechtsextreme Überzeugungen seien unvereinbar mit dem Pflegeberuf. Sie sagte, Angriffe auf die deutsche Verfassung und die Würde des Menschen seien auch ein Angriff auf das Berufsverständnis in der Pflege. Der Deutsche Pflegerat vertritt nach eigenen Angaben rund 1,7 Millionen Beschäftigte.
Vogler sagte: „Wir werden sicherstellen, dass der Ethikkodex des ‚International Council of Nurses‘ jederzeit und überall in Deutschland gelebt und umgesetzt wird“. Das Recht auf Leben, die Achtung der Menschenwürde, einschließlich der kulturellen Rechte sowie respektvolle Behandlung seien „Grundpfeiler des Berufsverständnisses der Profession Pflege“.
Pflege ist international
Auch andere Verbände wie der bpa oder Träger wie die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach positionieren sich gegen jedwede Form der Diskreminierung und Ausgrenzung. So heißt es in einer Mitteilung der Sozial Holding zur Aktion „Pflege gegen Rassismus“ : „Knapp 100 Kolleg:innen aus 27 Nationen haben es verdient, dass wir uns auch für sie mit dieser Aktion einsetzen. Es muss der Zivilgesellschaft klar werden, dass das bundesdeutsche Pflegesystem ohne unsere ausländischen fachkompetenten Kolleg:innen zusammenbrechen würde. Wir setzen uns gegen den Rassismus zur Wehr und zeigen allen Menschen: Pflege ist international!“
Bpa-Präsident Bernd Meurer sagte: „Pflege lebt von Vielfalt. Menschen mit Migrationshintergrund und zugewanderte Kräfte sind wichtige Teammitglieder in den Pflegeeinrichtungen und sorgen mit dafür, dass Pflegebedürftige versorgt und pflegende Angehörige unterstützt werden. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) stellt sich deshalb klar gegen jeden Versuch, Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu diskriminieren und ihnen mit Ausweisung zu drohen.“
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