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Bei Integration gibt es noch Luft nach oben

Ob es gelingt, Pflegende aus dem Ausland langfristig in die Pflegeteams zu integrieren, wird zu einer Schlüsselfrage im Umgang mit dem Fachkräftemangel. Die Ausstellenden auf der ALTENPFLEGE 2024 im Bereich „Beruf & Bildung“ unterstützen Einrichtungen dabei mit Know-how und Schulungsangeboten.

Dem sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel begegnet fast jede zweite Pflegeeinrichtung mit stärkeren Bemühungen um Pflegefachpersonen aus dem Ausland. Auf der ALTENPFLEGE in Essen finden Interessierte die Expert:innen, die dabei unterstützen, dabei nachhaltig erfolgreich zu sein. Foto: Deutsche Messe/Florian Arp

Dem sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel begegnet fast jede zweite Pflegeeinrichtung mit stärkeren Bemühungen um Pflegefachpersonen aus dem Ausland. Dies belegt die umfassende Befragung „Altenpflege im Fokus“ in der stationären Langzeitpflege aus dem letzten Jahr: Die Integration ausländischer Pflegefachpersonen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Redaktion Altenpflege des Vincentz Network führt die Studie in regelmäßigen Abständen zu aktuellen Themen durch, um Pflegekräften eine Stimme zu geben.

Der Aussage „Wir haben Mitarbeiter aus dem Ausland erfolgreich in unsere Pflegeteams integriert und langfristig gebunden“ stimmten dort zuletzt 42 Prozent der Befragten zu – „voll und ganz“ elf Prozent, 31 Prozent „überwiegend“. 46 Prozent stimmten hingegen nicht zu – wobei 21 Prozent „überhaupt nicht“ zustimmten und 25 Prozent „überwiegend nicht“ zustimmten. 12 Prozent haben keine Angabe zu dem Thema gemacht.

Rekrutierung steigt, Integrationserfolg stagniert

Gleichzeitig erleben mehr als 95 Prozent aller Befragten, dass sich der Mangel speziell an Fachpersonen in den letzten zwei Jahren verschärft hat. Hier gibt es kaum Unterschiede zwischen den Berufsrollen, der Trägerschaft und der Größe der Einrichtung. Um diesem Mangel zu begegnen, wirbt laut der Umfrage, die 2023 erneut in Kooperation mit dem DBfK stattfand, mehr als jeder dritte Arbeitgeber gezielt Pflegefachkräfte aus dem Ausland an. Insbesondere eher große Einrichtungen gehen mit 43 Prozent diesen Weg und haben ihre Bemühungen im Vergleich zu 2021 annähernd verdoppelt: Zuletzt stimmten 53 Prozent der Befragten „überwiegend“ oder „voll und ganz“ der Aussage zu, dass ihr Arbeitgeber hier aktiv sei (2021: 31 Prozent). Bei den kleinen und mittelgroßen Einrichtungen sind es in der Befragung von 2023 nur 26 beziehungsweise 36 Prozent.

Ob diese Bemühungen jedoch langfristig von Erfolg gekrönt sind, hängt davon ab, ob es den Einrichtungen auch gelingt, diese Mitarbeitenden erfolgreich in die Pflegeteams zu integrieren und langfristig zu binden. Hier fällt auf, dass die befragten Mitarbeitenden den Erfolg der Integration nicht besser einschätzen als noch vor zwei Jahren. Insgesamt tun dies 2023 wie schon 2021 rund 40 Prozent. Hier ist also noch Luft nach oben – angesichts der zunehmenden Anzahl der angeworbenen Fachkräfte aus dem Ausland.

Verantwortliche aus Pflegeeinrichtungen können auf der ALTENPFLEGE 2024, die vom 23. bis 25. April in Essen stattfindet, mit den Ausstellenden Experten im Bereich Beruf & Bildung in den Austausch zu gehen, damit ihre Anwerbepraxis auch nachhaltig Früchte trägt. Auch im Messekongress ist Personal ein wichtiges Thema: Erfahren Sie mehr am 25. April im Vortrag „Alles (s) unter einem Dach – wie die Integration ausländischer Pflegefachpersonen gelingt“.

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