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Was gute Pflege ausmacht
Die Ausstellenden im Bereich Pflege & Therapie haben sich gute Pflege zum Wohl der Bewohner:innen auf die Fahnen geschrieben. Informieren Sie sich auf der Leitmesse ALTENPFEGE vom 23. bis 25. April in Essen über die neuesten Produkten und Services aus einem breiten Spektrum von der Mobilitätsförderung bis hin zur Pflege hochaltriger Haut.
Fachgerechte Hautpflege betrachtet auch psycho-soziale Faktoren. Der Expertenstandard Erhaltung und Förderung der Hautintegrität beschreibt, worauf es bei der Erhaltung der Schutzfunktion und der Prävention von Hautproblemen ankommt. Im Pflegealltag ist jedoch eine ganzheitlichere Betrachtung erforderlich. Dazu gehört laut Pflegeberaterin Heike Jurgschat-Geer auch, die Sinnes- und Kommunikationsfunktion der Haut zu betrachten, gerade bei hochbetagten und schwerstpflegebedürftigen Personen. „Aspekte wie das mit der Körperpflege ausgedrückte persönliche und kulturelle Selbstverständnis, das Verständnis von Intimität und Selbstbestimmung und die untrennbare Verbindung von Person und Körper bleiben weiterhin von zentraler Bedeutung für eine personenzentrierte Pflegepraxis. Der Expertenstandard will und darf die Hautpflege nicht auf die bio-medizinische Perspektive reduzieren. Vielmehr sollten Pflegefachpersonen alle bio-psycho-sozialen Faktoren gemeinsam mit den Betroffenen abwägen.“
Expertise zur Wirkungsweise von Hautpflegeprodukten unerlässlich
Studien haben belegt, dass Pflegeinterventionen einen wirksamen Beitrag zur Prävention von Hautproblemen leisten können. Sie zeigen auch, dass gezielte ausgewählte und angewendete Produkte eine Hauttrockenheit bei Bewohner:innen innerhalb von acht Wochen signifikant reduzieren. „Pflegefachkräfte müssen nicht nur die genannten Hautprobleme kennen, sondern auch über Wissen zu Kosten, Beschaffungswegen und Wirkweise angemessener Hautmittel verfügen“, so Heike Jurgschat-Geer. Wie bereits andere Expertenstandards, hebt auch dieser die Planung von Informations-, Schulungs- und Beratungsangeboten zur Förderung der Selbstmanagementkompetenzen hervor.
Hilfsmittel: Bewohnerressourcen bei Transfers einbeziehen
Eine adäquate Versorgung mit Hilfsmitteln ist für die Gesundheit der Mitarbeitenden essenziell. Genauso wichtig wie ausreichende Hilfsmittel für den Transfer von Bewohner:innen sind deren richtige Handhabung und Positionierung. Elektronische Lifter bieten laut Maximilian Schmitz, Referent für betriebliches Gesundheitsmanagement in der Agaplesion Markus Diakonie gGmbH, den Vorteil, dass Mitarbeitende die zu Pflegenden ergonomisch aus der liegenden hin in eine sitzende Position transferieren können. Für das Duschen ist es Schmitz zufolge sinnvoll, einen elektronischen Duschstuhl einzusetzen. Denn die zu pflegende Person kann auf die für die Pflegefachkraft angemessene Arbeitshöhe hochgefahren werden. „Wenn jemand ein Bad nehmen möchte, sollte ein Liegelifter speziell für den Transfer in eine Badewanne genutzt werden“, empfiehlt Schmitz. Vielseitig einsetzbar seien elektronische Stehlifter, zum Beispiel von der Unterstützung beim Aufstehen, bis hin zum Transfer vom Rollstuhl auf den Duschstuhl. Um ergonomisches, rückenfreundliches Arbeiten zu ermöglichen, sollten Pflegende möglichst zu zweit arbeiten und Arbeitsabläufe und Teilschritte im Voraus planen. Ressourcen der Bewohner:innen beim Transfer einzubeziehen, wirke ebenfalls entlastend. „Die Bereitstellung notwendiger Hilfsmittel muss durch den Arbeitgeber im Hinblick auf seine Fürsorgepflicht erfolgen, um ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen und die Gesundheit der Pflegeperson zu erhalten“, betont der Gesundheitsexperte.
Alle Infos zur ALTENPFLEGE 2024
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