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ZQP erhält mehr Mittel, um die Pflege sicherer zu machen

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) erhält seit diesem Jahr mehr finanzielle Mittel, um pflegebedürftigen Menschen eine sichere Versorgung zu ermöglichen. Sie wollen unter anderem ein Online-Lernsystem für Pflegende in Deutschland aufbauen.

alte Frau im Rollstuhl von hinten fotografiert, von einer Pflegerein geschoben
Eine sichere Versorgung muss auch in Zeiten von Personalmangel gewährleistet sein. Das ZQP möchte Hilfestellung leisten. Foto: AdobeStock/highwaystarz

In Deutschland werde die Zahl hochaltriger Menschen mit erheblichen Gesundheitsproblemen in den nächsten Jahren weiter steigen. Entsprechend relevant sei diese Personengruppe mit einem hohen Risiko für Pflegebedürftigkeit oder mit ausgeprägtem Pflegebedarf im Gesundheitssystem, so das ZQP in einer Pressemitteilung. Dabei zeige sich bereits heute ein Versorgungsproblem – das sich verschärfen werde. Die gemeinnützige Stiftung möchte Strukturen ausbauen, um eine sichere Versorgung von pflegebedürftigen Menschen zu gewährleisten, wenn immer mehr Pflegebedürftige auf weniger Personal treffen.

Finanziell unterstützt wird das ZQP dabei vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband). Der Verband habe dazu sein finanzielles Engagement seit dem 1. Januar 2024 erheblich ausgeweitet und werde jährlich rund eine Million Euro zusätzlich für die Stiftungsarbeit des ZQP zur Verfügung stellen, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Das ZQP will unter anderem ein zentrales Pflege-CIRS (Critical Incident Reporting System) für Deutschland aufbauen. Das Pflege-CIRS werde ein vom ZQP moderiertes Online-Lernsystem sein. Darüber könnten vor allem professionell Pflegende, aber auch andere Mitarbeitende von Pflegediensten und Pflegeeinrichtungen, kritische Ereignisse aus ihrem Berufsalltag anonym schildern und Empfehlungen dazu bekommen, wie aus fachlicher Sicht zukünftig mit vergleichbaren Fällen umgegangen werden sollte. Das Angebot werde frei zugänglich sein und könne genutzt werden, um daraus individuell oder organisationsbezogen, etwa für die Qualitätsentwicklung im Pflegedienst oder Pflegeheim, zu lernen. Ziel sei es, mit dem Pflege-CIRS zur Sicherheit pflegebedürftiger Menschen und zu ihrem Gesundheitsschutz beizutragen. Zugleich soll die professionelle Pflege gestärkt und unterstützt werden. Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2025 werde das ZQP diesen Service zur Verfügung stellen.

Außerdem werde mit den zusätzlichen Mitteln die Arbeit der Stiftung zur Gewaltprävention in der Pflege vertieft.