News
DEVAP startet neue Umfrage zur Pflegeversorgung
Im Januar 2024 führt der DEVAP erneut eine Umfrage zur Versorgungssicherheit in der Langzeitpflege durch.
Die geplanten Pflegekompetenz- und Pflegeassistenzgesetze für 2024 werden von DEVAP als wichtige Schritte zur Stärkung des Pflegeberufs begrüßt. Dennoch betonte Wilfried Wesemann, Vorsitzender des Deutschen Verbands für Altenpflege (DEVAP), in einer aktuellen Stellungnahme die dringende Notwendigkeit einer umfassenden Neuausrichtung der professionellen Langzeitpflege in Deutschland.
Die DEVAP-Umfrage zur Versorgungssicherheit im April 2023 zeigte alarmierende Ergebnisse: Vier von fünf Pflegeeinrichtungen mussten ihre Angebote einschränken, und 89 Prozent der Pflegedienste waren gezwungen, neue Pflegekunden abzulehnen. Eine erneute Umfrage im Januar 2024 soll die aktuelle Lage weiter beleuchten. (Zur Teilnahme bitte linken)
Dringlichkeit des Handlungsbedarfs
Wesemann unterstrich die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs angesichts der aktuellen Entwicklungen. Trotz höherer Entlastungszuschläge stiegen die selbst zu tragenden Zahlungen für Pflegebedürftige im Heim weiter. Der Wegfall des Bundeszuschusses zur Pflegeversicherung bis 2027 und die fehlende Umsetzung wichtiger Punkte des Koalitionsvertrags verschärfen die Probleme zusätzlich.
„Pflege ist zur Frage der Demokratiefestigkeit geworden“, warnte Wesemann. Die fehlende professionelle Pflege oder bewusste Verzichte aufgrund finanzieller Überforderung stellen eine reale Gefahr für jeden dar, der auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist.
Abschließend appellierte Wesemann an alle Beteiligten, gemeinsam in einem Pflegegipfel „ohne Geländer zu denken“, um die Langzeitpflege nicht zur Sozial- und Demokratiefrage werden zu lassen.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren