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Heimplätze sind für Pflegebedürftigen erneut teurer geworden

Die Pflege im Heim wird auch mit gerade verstärkten Kostenbremsen immer teurer. Zum 1. Januar waren im ersten Jahr im Heim im bundesweiten Schnitt 2576 Euro pro Monat aus eigener Tasche fällig – 165 Euro mehr als Anfang 2023.

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Ulrike Elsner, Chefin des Ersatzkassenverbands, sagte: "Die Heimplätze sind für die Pflegebedürftigen erneut teurer geworden." Foto: vdek/ Georg J. Lopata

Das geht aus einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen hervor. Die Zuschläge, die mit längerem Heimaufenthalt steigen, wurden mit einer Reform der Ampel-Koalition zum 1. Januar 2024 erhöht. Das bremst den Kostenzuwachs für die reine Pflege nun stärker. Aber etwa auch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung gingen weiter hoch.

Mit dem höchsten Zuschlag ab dem vierten Jahr im Heim stiegen die selbst zu zahlenden Anteile nun im Schnitt auf 1750 Euro im Monat. Das waren 79 Euro mehr als zum 1. Januar 2023, wie die neue Auswertung ergab. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Im dritten Jahr im Heim stieg die Zuzahlung demnach nun im Schnitt um 140 Euro auf 2095 Euro im Monat, im zweiten Jahr im Heim um 187 Euro auf durchschnittlich 2370 Euro im Monat zum 1. Januar 2024.

Höhere Personalkosten für Pflegekräfte

Jedoch stieg laut der Auswertung auch der Eigenanteil für die reine Pflege weiter – ohne Zuschläge im Schnitt auf 1377 Euro zum 1. Januar 2024. Das waren 238 Euro im Monat mehr als Anfang 2023. Hintergrund sind auch höhere Personalkosten für dringend gesuchte Pflegekräfte. Für Unterkunft und Verpflegung waren im bundesweiten Schnitt nun 921 Euro pro Monat zu zahlen und damit 64 Euro mehr als Anfang 2023. Die Anteile für Investitionskosten gingen um 13 Euro auf 485 Euro herauf.

Die Chefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, sagte: „Die Heimplätze sind für die Pflegebedürftigen erneut teurer geworden.“ Die höheren Zuschüsse der Pflegekassen kompensierten den Anstieg nur zum Teil. Würden die Länder ihr politisches Bekenntnis einhalten und Investitionskosten der Heime übernehmen, würden Pflegebedürftige um aktuell 485 Euro monatlich entlastet. Der Verband erwartet für die Entlastungszuschläge eine Summe von etwa 5,5 Milliarden Euro 2024.

Ausgewertet wurden den Angaben zufolge Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Bundesländern. Regional gibt es laut der Auswertung weiter große Unterschiede. Am höchsten waren die insgesamt selbst zu tragenden Kosten zum 1. Januar im Saarland mit im Schnitt 2981 Euro pro Monat im ersten Jahr im Heim. Es folgten Baden-Würtemberg (2907 Euro) und Nordrhein-Westfalen (2892 Euro). Am günstigsten waren Heimplätze im ersten Jahr im Heim demnach in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 2017 Euro im Monat.