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Blaue Gesundheit und Sorgearbeit im Sozialraum: Cäcilia-Schwarz-Förderpreis geht an zwei Wissenschaftlerinnen

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat den Cäcilia-Schwarz-Förderpreis zum zehnten Mal vergeben. Ausgezeichnet wurden am 16. September 2026 in Berlin die Wissenschaftlerinnen Anna Brückner und Marlene Jänsch. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt Arbeiten zur Lebensqualität älterer Menschen.

Jürgen Müller (von links), Bundesfamilienministerium, Prof. Dr. Sabine Pleschberger, Vorsitzende Kuratorium, Dr. Marlene Jänsch, Dr. Anna Brückner und Dr. Irme Stetter-Karp Foto: Holger Groß

Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre verliehen. Sie richtet sich nach Angaben des Deutschen Vereins an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit innovativen Arbeiten zur Altenhilfe. Im Mittelpunkt stehen Teilhabe sowie eine selbstbestimmte und selbstständige Lebensweise. Die Schirmherrschaft hat Bundesfamilienministerin Karin Prien übernommen. Der Verein feiert mit der Verleihung zugleich das 20-jährige Bestehen des Preises.

Dr. Anna Brückner arbeitet als Referentin für Gesundheit und Pflege bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO). In ihrer Dissertation untersucht sie den Zusammenhang zwischen urbanen Gewässern und der Gesundheit älterer Menschen. Der Titel lautet „‚Blaue Gesundheit‘ für gesundes Altern?“. Sie nimmt dabei Stadtblau in Ahmedabad und im Ruhrgebiet als therapeutische Landschaften in den Blick.

Ehrenamtliche Hilfen als Bildungsraum

Dr. Marlene Jänsch ist Professorin für Soziale Arbeit in Kontexten des Alter(n)s an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Ihre Arbeit „Sorgearbeit im Sozialraum“ widmet sich den Bildungspotenzialen ehrenamtlicher Hilfen. Laut Deutschem Verein richtet sie den Blick weg von Infrastruktur und Organisation. Stattdessen betrachtet sie die konkrete Gestaltung von Hilfebeziehungen.

Die Hauptausschusssitzung stand unter dem Motto „Generationen im Blick: Wie wir heute die Handlungsfähigkeit künftiger Generationen sichern“. Einen Vortrag hielt Prof. Dr. Alena Buyx von der Technischen Universität München. Sie ist ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Einen Impuls steuerte Luka Krauss von der EU-Kommission bei. Er arbeitet in der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur.

An der anschließenden Diskussion nahmen nach Angaben des Deutschen Vereins auch Dr. Miriam Saati, Jens-Peter Kruse und Eddie Jules Kabuss teil. Saati leitet die Unterabteilung 62 im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Kruse ist stellvertretender Vorsitzender der BAGSO. Kabuss vertritt die Bundesschüler:innenkonferenz als International Officer.

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