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Tür in die Arbeitswelt geöffnet

Die Paul-Riebeck-Stiftung hat drei Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und erhält vom Integrationsamt eine Förderung für den besonderen Aufwand.

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Die serva GmbH mit Sitz in Halle (Saale), eine Tochter der Paul-Riebeck-Stiftung, bietet mit rund 80 Mitarbeitern Dienstleistungen von der Unterhaltsreinigung, über Hausmeister- bis hin zu Küchen- und Wäscherei-Services an. Mit der Gründung einer Inklusionsabteilung im Dezember 2017 hat sie die Voraussetzung geschaffen, drei Menschen mit psychischer Behinderung im Dienstleistungsbereich sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. Damit öffnet sich für die Betroffenen die Tür zur Arbeitswelt.

Da das Unternehmen damit deren Teilhabe am allgemeinen Arbeitsleben fördert, überreichte Beate Bröcker, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, der Vorsitzenden des Stiftungsrates und Beigeordneten für Bildung und Soziales der Stadt Halle, Katharina Brederlow, und dem Vorstand der Stiftung und Geschäftsführer der serva GmbH, Andreas Fritschek, einen Zuwendungsbescheid des Integrationsamtes aus dem Bundesprogramm "Inklusionsinitiative II – AlleimBetrieb" in Höhe von 14.400 Euro für Leistungen zum besonderen Aufwand. Diese Zuwendungen ermöglichen es, die nötige arbeitsbegleitende Betreuung abzusichern.

"Menschen mit Behinderungen dürfen bei der Teilhabe am Arbeitsleben nicht allein auf die Beschäftigungsangebote in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen verwiesen werden, so wertvoll deren Arbeit unbenommen ist", sagt Staatssekretärin Bröcker. Auch dieser Personenkreis müsse die Chance erhalten, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt den Lebensunterhalt verdienen zu können.

Hintergrund: Der Bund stellt seit 2016 mit dem Programm "AlleImBetrieb" 150 Millionen Euro zur Verfügung, um zusätzliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Inklusionsbetrieben zu schaffen. Inklusionsbetriebe sind Unternehmen am allgemeinen Arbeitsmarkt, in denen ein besonders hoher Anteil (mindestens 30 Prozent) besonders betroffener schwerbehinderter Menschen tätig ist.