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TI-Anbindung in Sachsen-Anhalt: Rund 43 Prozent der Heime und Dienste dabei
Rund 600 Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt bereiten sich auf die Anbindung an die Telematik-Infrastruktur vor. Sozialministerin Grimm-Benne ruft zur weiteren Digitalisierung auf.
Wie das Landeskompetenzzentrum Pflege Digital am 25. April 2025 im Landespflegeausschuss berichtete, haben sich rund 600 ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen auf den Weg zur Anbindung an die Telematik-Infrastruktur (TI) gemacht. Hintergrund ist die bundesweite Verpflichtung, ab Juli 2025 alle Pflegeeinrichtungen an die TI anzubinden.
Laut aktuellen Zahlen der Nationalen Agentur für Digitale Medizin (gematik) haben von insgesamt 1.386 Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt bereits 598 eine Institutionskarte beantragt. Das sind mit rund 43 Prozent etwas weniger als der Bundesdurchschnitt von 47 Prozent. Diese Karte ist ein erster Schritt zur sicheren Identifizierung und Legitimierung innerhalb der TI. Etwa 277 Einrichtungen sind zudem im Verzeichnisdienst – dem zentralen Adressbuch der TI – registriert, und 95 Einrichtungen nutzen bereits den sicheren E-Mail-Dienst KIM (Kommunikation im Medizinwesen).
Bundesweit haben von 31.491 Pflegeeinrichtungen etwa 47 Prozent eine Institutionskarte beantragt, rund 21 Prozent sind im Verzeichnisdienst gelistet und über 8 Prozent verfügen über eine KIM-Adresse.
„Unser Ziel ist es, die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen weiter auszubauen und die Kommunikation zwischen allen Akteuren schneller, sicherer und effizienter zu gestalten“, betonte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Sie appellierte an alle Einrichtungen, den positiven Beispielen zu folgen.
Das Landeskompetenzzentrum Pflege Digital unterstützt Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt bei der Digitalisierung. Bereits im Juni 2024 hatte das Gesundheitsministerium eine Informationsveranstaltung organisiert. Seither bietet das Kompetenzzentrum regelmäßige digitale Veranstaltungsreihen und Beratungsangebote an. Das Landeskompetenzzentrum an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fördert hierzu den Aufbau von Innovationsstrukturen, Netzwerken sowie Aus- und Weiterbildungen für Akteure im Pflegebereich.
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