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Pflegeazubis sind beim Gehalt weit vorn

Auszubildende in der Pflege bei öffentlichen Trägern erhalten bundesweit mit die höchsten Ausbildungsvergütungen unter den großen Tarifbranchen. Nach Berechnungen des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung verdienen Pflege-Azubis im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen bereits im ersten Ausbildungsjahr 1.491 Euro pro Monat – deutlich mehr als die meisten anderen Auszubildenden in tarifgebundenen Betrieben.

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Auszubildende in der Pflege bei öffentlichen Trägern erhalten bundesweit mit die höchsten Ausbildungsvergütungen unter den großen Tarifbranchen. Foto: Adobe Stock/Rawpixel.com

Insgesamt sind die Ausbildungsvergütungen zuletzt kräftig gestiegen. Während die regulären Tariflöhne 2025 im Schnitt um 2,6 Prozent zulegten, erhöhten sich die Entgelte für Auszubildende um 6,7 Prozent. Die Mehrheit der Tarif-Azubis erhält inzwischen schon im ersten Ausbildungsjahr mehr als 1.000 Euro monatlich.

Besonders die Pflege profitiert von den höheren Vergütungen. Hintergrund ist der anhaltende Fachkräftemangel, der öffentliche Arbeitgeber dazu veranlasst, den Beruf für Nachwuchskräfte attraktiver zu machen. Lediglich gewerbliche Auszubildende am Bau erzielen im vierten Ausbildungsjahr mit 1.714 Euro noch höhere Werte. Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Pflege im öffentlichen Dienst jedoch an der Spitze der bundesweit vergüteten Tarifbranchen.

Gleichauf mit der Caritas

Bei der Caritas liegen die Gehälter auf nahezu identischenm Niveau. Pflegeauszubildende starten bei den katholischen Trägern mit 1.416 Euro brutto. Das hatte die Caritas bereits im Februar veröffentlicht. Im Durchschnitt der dreijährigen Ausbildung erhalten Caritas-Auzubis 1.490 Euro – deutlich mehr als Auszubildende in Industrieberufen wie Mechatronik oder Bankwesen sowie über 300 Euro mehr als der Durchschnitt aller Branchen, hieß es im Februar. Die Vergütungen entsprechen den Arbeitsvertragsrichtlinien der Caritas (AVR), die sich am TVöD orientieren. (dpa/ck)