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Sensilienz: Wie kann sinnerfülltes Arbeiten für mehr Resilienz des Personals sorgen?

Das Pflegeunternehmen Humanas erforscht, wie Sinnhaftigkeit Beschäftigte widerstandsfähiger macht und beteiligt sich an einem vom Bund geförderten Forschungsprojekt. Das Projekt untersucht, wie die Wahrnehmung der eigenen Arbeit als sinnvoll die Resilienz von Mitarbeitenden und Organisationen stärken kann.

Verbundprojekt „SENSILIENZ – Sensemaking-Methoden zur Resilienzsteigerung in Unternehmen“
Seitens Humanas gehören zum Projektteam (v. l.): Stiftungsreferentin Linda Wolf, Geschäftsführer Fabian Biastoch sowie Revisions- und Wissenschaftsreferentin Steffi Richter. Foto: Jana Dünnhaupt/OvGU

Das Vorhaben läuft über drei Jahre und bindet Partner aus mehreren Branchen ein. Das Pflegeunternehmen Humanas mit Sitz in Colbitz im Landkreis Börde ist Teil eines Forschungsprojekts mit dem Titel „Sensilienz“. Das Kunstwort setzt sich laut Humanas aus den Begriffen „Sense“ (englisch für Sinn) und „Resilienz“ (Widerstandsfähigkeit) zusammen. Im Kern geht es um die Frage, welche Auswirkungen es auf Beschäftigte und Unternehmen hat, wenn die eigene Arbeit als sinnstiftend wahrgenommen wird. Das Projekt wird von 2026 bis 2028 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Universität Magdeburg koordiniert das Verbundprojekt

Als wissenschaftlicher Verbundkoordinator fungiert die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU). Dort leitet der Lehrstuhl Betriebspädagogik von Prof. Dr. Michael Dick am Institut für Beruf, Bildung und Medien die wissenschaftliche Begleitung. Gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern der OvGU sollen bei Humanas und weiteren beteiligten Unternehmen Methoden entwickelt und erprobt werden, die gezielt die Widerstandskräfte von Mitarbeitenden, Teams und ganzen Organisationen stärken. Das erklärte Ziel des Projekts ist laut dem Unternehmen ein theoretisch und empirisch fundierter Maßnahmenkatalog, der branchenunabhängig einsetzbar sein soll.

Humanas will Fluktuation senken und Wettbewerbsfähigkeit steigern

Auf Seiten von Humanas verantwortet ein dreiköpfiges Projektteam das Vorhaben: Geschäftsführer Fabian Biastoch, Revisions- und Wissenschaftsreferentin Steffi Richter sowie Stiftungsreferentin Linda Wolf. Das Team hat laut eigenen Angaben konkrete Projektziele formuliert und verschiedene Handlungsebenen definiert. Dazu zählen die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden, die Steigerung der Wettbewerbs- und Reaktionsfähigkeit, die Gestaltung des Unternehmenswachstums sowie die digitale Weiterentwicklung in der Altenpflege.

Geschäftsführer Biastoch erklärte, man wolle „mit Unterstützung wissenschaftlicher Methoden unter anderem den Wert der Tätigkeit der Kolleginnen und Kollegen herauszustellen, um beispielsweise für noch weniger Fluktuation in den Wohnpark-Teams zu sorgen“. Wissenschaftsreferentin Richter ergänzte, das Projekt solle den Beschäftigten in den Wohnparks praktisch erfahrbar machen, dass sie den Sinn ihrer Arbeit gerade bei Humanas besonders deutlich erleben könnten – was letztlich die Resilienz im Unternehmen stärken solle.

Breites Partnernetzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft

Neben der OvGU und Humanas sind laut der Pressemitteilung weitere Partner aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen beteiligt. Auf wissenschaftlicher Seite gehören die Universität Osnabrück, das Fraunhofer IFF in Magdeburg sowie die GesundheitsAkademie Magdeburg dazu. Aus der Wirtschaft wirken die Implantcast GmbH aus Buxtehude, die NetCo Professional Services GmbH aus Blankenburg, die H. Paus Maschinenfabrik GmbH aus Emsbüren sowie die IHK Magdeburg, die HWK Magdeburg und die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim mit. Die branchenübergreifende Zusammensetzung unterstreicht den Anspruch des Projekts, Ergebnisse zu liefern, die über die Pflegebranche hinaus anwendbar sein sollen.

Vor kurzem ist das neues Verbundprojekt „SENSILIENZ – Sensemaking-Methoden zur Resilienzsteigerung in Unternehmen“ mit einem Kick-off der Projektteilnehmenden gestartet.
Foto: Jana Dünnhaupt/OvGU

Humanas selbst betreibt nach eigenen Angaben mehr als 20 Wohnparks in Sachsen-Anhalt. Das Familienunternehmen bietet dort Ein- und Zweiraumwohnungen als Alternative zu klassischen Pflegeheimen an, in denen eine Rund-um-die-Uhr-Pflege möglich ist.

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