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Sachsen-Anhalt: Millionen für die Modernisierung von Pflegeeinrichtung

Mit rund 30,2 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen werden zwei umfangreiche Baumaßnahmen der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg gefördert.

Übergabe des Förderbescheides v.l.n.r.: Mike Drube, Bereichsleiter Wohnen und Assistenz; Tobias Krull, MdL, CDU Sachsen-Anhalt; Frauke Steitzer, Bereichsleiterin Wohnen und Assistenz; Christian Rausch, Bereichsleiter Seniorenstifte; Ulrike Petermann, Theologische Vorständin Pfeiffersche Stiftungen; Ministerin Petra Grimm-Benne; Klaus-Dieter Schinkel, Vorstand Pfeiffersche Stiftungen Foto: Michael Palatini/ Pfeiffersche Stiftungen

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) überreichte am 7. August die beiden Förderbescheide an den Vorstand der größten sozialdiakonischen Einrichtung in Sachsen-Anhalt. Für den Um- und Ausbau des Seniorenpflegeheims „Martin-Ulbrich-Haus“ sind laut Pressemitteilung des Sozialministeriums 14 Millionen Euro Corona-Mittel vorgesehen. Rund 16,2 Millionen Euro stehen demnach für Bau- und Sanierungsmaßnahmen von Wohnheimen für Menschen mit geistigen und schweren Mehrfachbehinderungen, für das Johannesstift, das Kurt-Stettner-Haus und das Friedrich-Lange-Haus, zur Verfügung.

Infektionsschutz verbessern

Mit den Baumaßnahmen in und an den Gebäuden solle vor allem der Infektionsschutz für Bewohnerinnen und Bewohner und die Pflegekräfte verbessert werden. Unter anderem werde die Zahl der Einzelzimmer deutlich erhöht. Ministerin Grimm-Benne sagte: „Die Corona-Pandemie hat Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen mit überwiegend Mehrbettzimmern besonders schwer getroffen und belastet. Bauliche Gegebenheiten haben die Prävention von Ausbrüchen und das Verhindern der Ausbreitung von Infektionen massiv erschwert und zu großen zusätzlichen Beeinträchtigungen für die Betroffenen geführt. Das ändern wir endlich und zwar mit Hilfe des Corona-Sondervermögens. Stationäre Einrichtungen müssen Sicherheit bieten, Privatsphäre gewährleisten und für die dort lebenden Menschen ein gutes Zuhause sein. Mit dieser Zuwendung für die Pfeifferschen Stiftungen werden wir die Infrastruktur hier weiter verbessern.“

WTG-Empfehlungen können erfüllt werden

Neben der Schaffung von Einzelzimmern sollen bis 2026 unter anderem breitere Flure, zusätzliche Aufzüge, großzügigere Eingangsbereiche, Balkone und Terrassen entstehen, die es den Bewohnern und Bewohnerinnen jederzeit ermöglichen, uneingeschränkt an die frische Luft zu kommen, beispielsweise auch in Quarantäne-Fällen. Klaus-Dieter Schinkel, Vorstand der Pfeifferschen Stiftungen, sagte: „Durch die Förderung des Landes können die notwendigen umfangreichen Sanierungs- und Anpassungsmaßnahmen an den Bestandsgebäuden durchgeführt werden. Danach können wir dort mindestens 80 Prozent der Wohnplätze als Einzelzimmer anbieten, was auch der Empfehlung der WTG-Mindestbauverordnung (Wohn- und Teilhabegesetz) entspricht.“

Die Mittel für das Förderprogramm „Investitionen Pflege und Wohnen“ stammen aus dem Sondervermögen Corona, das vom Land Sachsen-Anhalt zur Bewältigung und Prävention der Folgen der Pandemie bereitgestellt wird. Das Gesamtvolumen dieser Fördermittel für Träger und Einrichtungen im Bereich Pflege und Eingliederungshilfe beläuft sich auf 154 Millionen Euro.

Erst kürzlich hatte Sachsen-Anhalt für die Modernisierung und Erweiterung des Pflegeheims Sankt Stephanus in Osterwieck 8,28 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen zur Verfügung gestellt.