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Pflegekräfte dürfen früher in Pension: Österreich erkennt Pflege als Schwerarbeit an
Pflegekräfte in Österreich sollen künftig früher in Pension gehen können: ÖVP, SPÖ und NEOS haben sich darauf geeinigt, Pflegeberufe in die Schwerarbeitsverordnung aufzunehmen. Ab 1. Januar 2026 gelten Gesundheits- und Krankenpflege, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz offiziell als Schwerarbeit – ein Schritt, der die hohe körperliche und emotionale Belastung des Berufs anerkennt.
Die Reform soll laut der Krone Zeitung die hohen körperlichen und psychischen Belastungen sowie die Schichtarbeit in der Pflege widerspiegeln – unabhängig davon, ob die Kräfte im Krankenhaus, Pflegeheim oder mobilen Dienst tätig sind. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ), ÖVP-Klubobmann August Wöginger und NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser betonten, dass die Änderung mehr Fairness und Wertschätzung bringe.
Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ), ÖVP-Klubobmann August Wöginger und NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser betonten, dass die Änderung mehr Fairness und Wertschätzung bringe.
Teilzeitkräfte profitieren erstmals ab 50 Prozent
Neu ist: Auch Teilzeitbeschäftigte mit mindestens 50 Prozent Anstellung erhalten künftig Zugang zur Schwerarbeitspension. Das betrifft insbesondere Frauen, da sie in der Pflege überdurchschnittlich vertreten sind. Zudem sinkt die Zahl der erforderlichen Schwerarbeitstage pro Monat von 15 auf 12, um die Realität der Schichtarbeit besser abzubilden.
Rund 1000 zusätzliche Pflegekräfte sollen dadurch jährlich Anspruch auf die Schwerarbeitspension haben. 2024 nutzten laut Krone etwa 8000 Menschen diese Möglichkeit.
Voraussetzungen und Versicherungszeiten
Weiterhin gelten ein Mindestalter von 60 Jahren und 45 Versicherungsjahre, davon mindestens 120 Monate Schwerarbeit innerhalb der letzten 20 Jahre. In die Berechnung fließen auch Zeiten der Kindererziehung, des Arbeitslosengeld- oder Notstandshilfebezugs ein.
Auch Auszubildende in Gesundheits- und Krankenpflegelehrgängen sind pflichtversichert und erwerben somit Pensionszeiten. Die Reform erfüllt eine langjährige Forderung der Berufsgruppe und soll den Pflegeberuf langfristig attraktiver machen.
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