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Pflegeheim in Bischofswerda reduziert Plätze wegen Fachkräftemangel
Die Oberlausitz Pflegeheim & Kurzzeitpflege gGmbH (OLPK) verkleinert ihre Einrichtung „Am Belmsdorfer Berg“ in Bischofswerda von 370 auf 257 Plätze. Als Gründe nennt der Träger den anhaltenden Mangel an Pflegefachkräften und die verschärften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zugleich sollen Doppelzimmer sukzessive in Einzelzimmer umgewandelt werden.
Der Standort verliert damit 113 Pflegeplätze und bleibt nach Angaben des Portals Alles-Lausitz.de das größte Pflegeheim im Landkreis. Unternehmenssprecher Robert Reuther erklärte laut Artikel, es sei „in den vergangenen Monaten nicht gelungen, frei gewordene Stellen für examinierte Pflegefachkräfte dauerhaft nachzubesetzen“. Um die Versorgung sicherzustellen, habe die Einrichtung zeitweise verstärkt auf Arbeitnehmerüberlassung zurückgegriffen. Dieses Modell sei „auf Dauer weder personell noch wirtschaftlich tragfähig“, so Reuther.
Wohnkonzept mit mehr Einzelzimmern
Mit der Reduzierung der Pflegeplätze soll die Versorgungsqualität nach Angaben der OLPK steigen. Die Umwandlung der Doppelzimmer trage sowohl der rückläufigen Nachfrage nach Doppelzimmern als auch dem Wunsch nach mehr Privatsphäre und höherer Wohnqualität Rechnung. Die pflegerische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sei von der Neuausrichtung ausdrücklich nicht betroffen; Anpassungen fänden überwiegend in unterstützenden Bereichen außerhalb der direkten Pflege statt.
Ausrichtung an realistischen Personalressourcen
„Unser Ziel ist es, das Pflegeheim dauerhaft so aufzustellen, dass es auch in Zukunft verlässlich, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig betrieben werden kann“, wird Jörg Scharfenberg, Konzerngeschäftsführer der Oberlausitz-Kliniken, in dem Beitrag von Ende August zitiert. Die OLPK richte die Einrichtung künftig an den personellen Möglichkeiten aus, die dauerhaft realistisch verfügbar seien.
Qualifizierung und Rentenberatung für Personal
Die Neuausrichtung erfordert laut OLPK auch personelle Anpassungen. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sollen Informationsveranstaltungen zu Qualifizierungs- und Vermittlungsmöglichkeiten angeboten werden, unter anderem zur Weiterbildung zur Pflegefachassistenz. Für Mitarbeitende der Jahrgänge 1961 bis 1964 seien individuelle Beratungsgespräche mit der Deutschen Rentenversicherung vorbereitet worden. Darüber hinaus prüfe der Träger Einsatz- und Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Oberlausitz-Kliniken-Unternehmensgruppe. Nach Terminvereinbarung stehe zudem psychologische Unterstützung zur Verfügung.
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