Personal

Pflegefachkräfte verdienen überdurchschnittlich

Pflegefachkräfte verdienen im Vergleich mit Beschäftigten anderer Ausbildungsberufe überdurchschnittlich gut. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten vollzeitbeschäftigte Fachkräfte in der Altenpflege im April 2023 durchschnittlich 3.920 Euro brutto.

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Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten vollzeitbeschäftigte Fachkräfte in der Altenpflege im April 2023 durchschnittlich 3.920 Euro brutto. Foto: CHW/AdobeStock

Das waren 200 Euro mehr als der Durchschnittsverdienst aller Vollzeitbeschäftigten mit anerkannter Berufsausbildung, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden laut einer Mitteilung vom 25. März 2024. Vollzeit-Fachkräfte in der Krankenpflege verdienten mit 4.067 Euro sogar rund 350 Euro mehr.
Die Einkommen von Pflegefachkräften sind den Statistikern ein Beispiel dafür, dass in einigen Engpassberufen mit Fachkräftemangel die Verdienste vergleichsweise hoch sind. Doch nicht alle Ausbildungsberufe, in denen Fachkräftemangel herrscht, werden überdurchschnittlich entlohnt. Fachkräfte für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik verdienten im April 2023 beispielsweise rund 300 Euro unter Durchschnitt (3.412 Euro). Noch weniger verdienten Berufskraftfahrer (3.088 Euro) und Fachkräfte in der Landwirtschaft (2.609).

Brüderle: Die Mär von niedrigen Löhnen

Diese Zahlen kommentierte der Präsident des bpa Arbeitgeberverbands Rainer Brüderle wie folgt: „Ein Durchschnittsverdienst von 3.920 Euro im Jahr 2023 in der Altenpflege widerlegt nun endgültig die Mär von den niedrigen Löhnen in unserer Branche. Die Beschäftigten haben nicht nur einen sicheren Job, sondern sie verdienen auch überdurchschnittlich gut. Das war schon in den Jahren zuvor zu beobachten. Jetzt ist klar: Der Abstand zum Durchschnittlohn wird immer größer.“ Es sei an der Zeit, dass Politik, Gewerkschaften und Verbände die Diskussion über angeblich schlechte Löhne beenden. „Personalmangel, die steigende Zahl von Pflegebedürftigen und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Pflegebetriebe müssen nun endlich in den Fokus der Debatte rücken. Wer jetzt noch über niedrige Löhne diskutiert, der verkennt die wahren Probleme der Altenpflege“, so Brüderle.