Personal

Modellprogramm zu PeBeM: Hinweise zum qualifikationsorientierten Personaleinsatz veröffentlicht

Pflegepersonen sollen stärker entsprechend ihren Kompetenzen eingesetzt werden. Der GKV hat erste Hinweise zum qualifikations- und kompetenzorientierten Personaleinsatz veröffentlicht.

Ausbildung Werner Krueper
Foto: Werner Krüper

Zukünftig ist es ist wichtig, die Rollen- und Aufgabenverteilung in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege grundlegend weiterzuentwickeln. Pflegepersonen mit unterschiedlichen Qualifikationen sollen stärker entsprechend ihren Kompetenzen eingesetzt werden. Auf freiwilliger Basis können die stationären Pflegeeinrichtungen dafür nun über die Homepage des GKV-Spitzenverbandes auf erste Hinweise zum qualifikations- und kompetenzorientierten Personaleinsatz zurückgreifen. Die Hinweise zur qualifikations- und kompetenzorientierten Arbeitsorganisation wurden im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung des Personalbemessungsverfahrens als freiwilliges Angebot entwickelt. Sie betreffen unter anderem Hilfestellungen für die Durchführung von Kompetenzanalysen, zur Umsetzung der Qualifikationsorientierung sowie zur Personal- und Organisationsentwicklung.

Mit dem Ziel einer besseren und bundesweit einheitlich bemessenen Personalausstattung gibt es seit dem 01. Juli 2023 neue Möglichkeiten für den Einsatz von Pflegepersonal und ein neues System der Ableitung des Personalbedarfs aus den Pflegeraden in der vollstationären Pflege. Die neue Zusammensetzung des Personals mit in der Regel mehr Mitarbeitenden in den Pflegeeinrichtungen erfordert eine veränderte, stärker qualifikationsorientierte Aufgabenverteilung. Seit Ende des Jahres 2022 wird in einem Modellprogramm das wissenschaftlich erarbeitete Personalbemessungsverfahren weiterentwickelt und zugleich ein Konzept für den qualifikationsorientierten Personaleinsatz erprobt (§ 8 Abs. 3b SGB XI). Zur Unterstützung beim Einstieg in die veränderte Aufgabenverteilung stehen nun erste Hinweise für vollstationäre Pflegeeinrichtungen zur qualifikations- und kompetenzorientierten Arbeitsorganisation als Angebot zur Verfügung.

Hintergrund: Im Rahmen des Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetzes (GPVG) hat der GKV-Spitzenverband vom Gesetzgeber den Auftrag erhalten, die wissenschaftlich gestützte Begleitung der Einführung und Weiterentwicklung des von der Universität Bremen entwickelten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in vollstationären Pflegeinrichtungen zu veranlassen. Der Auftrag wurde an die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, das aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH und die contec – Gesellschaft für Organisationsentwicklung mbH vergeben. Das Modellprogramm wird im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt und durch ein Begleitgremium beraten.

Die Hinweise zum qualifikations- und kompetenzorientierten Personaleinsatz

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