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Pflegeassistenzausbildung: Entwurf liegt vor

Der Referentenentwurf für ein neues Pflegeassistenzgesetz liegt vor. Ob die neue Ausbildung nun 12 oder 18 Monate dauert, ist aber weiter offen.

Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung
Claudia Moll: "Das Gesetz muss nun zügig beraten und umgesetzt werden." Foto: BMG/Thomas Ecke

Ein eigenständiges und bundeseinheitliches Berufsprofil für die Pflegeassistenz soll durch ein neues Pflegeassistenzgesetz eingeführt werden. Dies geht aus einem Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervor, berichtet das Ärzteblatt.

Das Gesetz soll die bundesweite Mobilität für Pflegeassistenten stärken und klare Entwicklungspfade für die Qualifizierung zur Pflegefachperson schaffen. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen soll vereinheitlicht werden. Eine angemessene Ausbildungsvergütung ist ebenfalls vorgesehen.

Gesetz sieht zwei mögliche Ausbildungswege vor

Unkar ist aber nach wie vor die Länge der Ausbildung. Der Entwurf umfasst zwei mögliche Ausbildungswege: eine 18-monatige Pflegefachassistenz-Ausbildung oder eine 12-monatige Pflegehilfe-Ausbildung. Die endgültige Entscheidung soll auf Grundlage von Rückmeldungen im Beteiligungsverfahren getroffen werden, so das Ärzteblatt. Der Zeitplan ist dabei eng getaktet: Bis zum  5. August sollen die Stelluingnahmen der Verbänden vorliegen, die Anhörung ist für 8. August angesetzt.

Die Finanzierung der Ausbildung soll über Ausbildungsfonds auf Landesebene erfolgen. Die Mehrkosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) werden auf rund 220 Millionen Euro pro Ausbildungsjahr geschätzt.

„Endlich geht es beim Referentenentwurf zur bundeseinheitlichen Pflegeassistenzausbildung Richtung Parlament weiter. Einheitliche Ausbildungsinhalte sind auch bei Pflegehilfskräften wichtig für eine gute Versorgung und Arbeitsteilung. Das Gesetz muss nun zügig beraten und umgesetzt werden,“ erklärte die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll.