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Nachbarin will Neubau von Seniorenresidenz verhindern und scheitert
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Klage einer Nachbarin gegen den Bebauungsplan für die Seniorenresidenz Wallberg in Rottach-Egern abgewiesen. Damit ist der Weg für Abriss und Neubau grundsätzlich frei. Einen Termin für den Baubeginn nennt Eigentümer Carestone jedoch noch nicht, wie der Merkur berichtet.
Abriss und Neubau der Rottacher Seniorenresidenz sind laut Merkur bereits seit 2024 genehmigt. Eine Nachbarin hatte mit einem Normenkontrollantrag versucht, den Bebauungsplan der Gemeinde Rottach zu kippen. Nun habe der Bayerische Verwaltungsgerichtshof den Antrag abgelehnt, berichtet das Blatt unter Berufung auf das Gericht.
Gericht sieht keine durchgreifenden Fehler
„Das Gericht begründete dies im Wesentlichen damit, dass der Bebauungsplan an keinem durchgreifenden Fehler leide“, teilt VGH-Pressesprecher Felix Nürnberger laut Merkur mit. Zuvor hatte es im Sommer 2025 einen Ortstermin gegeben, im November eine mündliche Verhandlung in München. Die Entscheidung fiel erst im Februar nach weiterem Schriftwechsel.
Die Nachbarin hatte unter anderem Lärmbelastung und eine mögliche Überschwemmungsproblematik angeführt. Diese Argumente überzeugten das Gericht jedoch nicht, wie aus dem Urteil hervorgeht, über das der Merkur berichtet. Rechtskräftig ist die Entscheidung noch nicht: Die Antragstellerin kann binnen eines Monats Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.
Umbau in zwei Abschnitten geplant
Der Bebauungsplan sieht drei vierstöckige Baukörper mit insgesamt 156 Zimmern vor. Laut Merkur soll die Realisierung in zwei Bauabschnitten im laufenden Betrieb erfolgen: Zunächst wird ein neues Gebäude errichtet, anschließend ziehen die Bewohner aus dem Altbau um, der danach abgerissen wird. Danach wird weitergebaut.
Eigentümer ist der Immobilienentwickler Carestone aus Hannover, betrieben wird die Einrichtung von der Auvictum-Gruppe. 103 Plätze stehen zur Verfügung, derzeit sind rund 70 belegt. Das passe zur Strategie, die Zahl der Bewohner während des Umbaus zu reduzieren, schreibt der Merkur.
Gemeinde drängt auf raschen Baubeginn
Trotz des juristischen Erfolgs bleibt offen, wann die Arbeiten starten. „Ein Zeitplan für den Beginn der Baumaßnahmen kann weiterhin nicht konkret benannt werden“, erklärt Carestone-Sprecher Stefan Schlichting laut Merkur. Die Planungen orientierten sich „unverändert an den Festsetzungen des Bebauungsplans“.
Bürgermeister Christian Köck (CSU) sieht hingegen keinen Grund für weiteres Zögern. Die Gemeinde habe die Erschließung gesichert und einen städtebaulichen Vertrag geschlossen. „Der Ball liegt jetzt bei Carestone“, zitiert ihn der Merkur. Für den Ort sei das Seniorenzentrum wichtig, es handle sich um eine Einrichtung „für Normalverdiener“, bei deren Preissegment es bleiben solle.
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