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Magdeburger Pflegeheim schließt: 68 Senioren müssen umziehen
Die Entscheidung fiel Anfang dieser Woche: Auf einer Mitarbeiterversammlung teilte die Geschäftsführung der gemeinnützigen Wohnen und Pflege gGmbH (WUP) mit, dass das Seniorenpflegeheim „Peter Zincke“ zum 1. Juni 2026 schließen wird. Das berichtet die Magdeburger Volksstimme. Betroffen sind 68 Bewohner in unterschiedlichen Pflegezuständen sowie rund 60 Mitarbeiter und Auszubildende. Die WUP ist laut dem Bericht Magdeburgs größter Anbieter von Alten- und Pflegeheimplätzen.
Geschäftsführer Martin Danicke begründet die geplante Schließung des Pflegeheims mit dem erheblichen Sanierungsbedarf des denkmalgeschützten Gebäudes. Teile des Hauses würden seit mehr als 160 Jahren für Pflege genutzt, die letzte grundlegende Sanierung liege 28 Jahre zurück und sei über ein Förderprogramm für ehemalige DDR-Pflegeheime erfolgt.
Generalsanierung wirtschaftlich nicht tragfähig
Eine erneute Generalsanierung sei finanziell nicht tragbar und praktisch kaum umsetzbar, sagte Danicke der Volksstimme. Zudem entsprächen die vielen Doppelzimmer – rund 80 Prozent der Plätze – nicht mehr heutigen Anforderungen. Von 92 Plätzen seien derzeit nur 68 belegt. Auch bei einer Sanierung hätten die Bewohner ausziehen müssen. Mit der Schließung solle zudem eine mögliche Zwangsräumung im Havariefall vermieden werden.
Für die 68 Bewohner kündigt die WUP Unterstützung an. Wer wolle, erhalte einen Platz in einem der sechs anderen Pflegeheime der Gesellschaft zu gleichen Kosten. Umzug und Organisation übernehme die WUP. Der Schließungstermin zum 1. Juni sei bewusst früh angesetzt worden, um ausreichend Vorlauf zu ermöglichen.
Aufnahmestopp in anderen WUP-Heimen
Um Kapazitäten zu schaffen, plant die WUP einen Aufnahmestopp in anderen Einrichtungen. Insgesamt betreibt die Gesellschaft weitere Heime mit rund 700 Plätzen. Auch für die rund 60 Beschäftigten gibt es eine Jobgarantie, betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen.
Das Gebäude wurde 1864/65 als Pflegeheim errichtet und ist nach Peter Zincke benannt. Nach der Schließung soll das Haus aufgegeben und nach Möglichkeit verkauft werden.
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