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Leiharbeit in der Pflege geht deutlich zurück

Der Anteil der Leiharbeitskräfte in der Pflege ist innerhalb von zwei Jahren spürbar gesunken. Gleichzeitig verdienen Pflegekräfte auf Leiharbeitsbasis im Schnitt mehr als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen.

Foto: Werner Krüper

Der Anteil der Leiharbeit in der Pflege ist zwischen August 2023 und August 2025 von 2,5 Prozent auf 1,8 Prozent der Beschäftigten gesunken. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ berichtete. Dabei zeigen sich Unterschiede je nach Qualifikationsniveau: Unter Fachkräften lag der Leiharbeitsanteil im August 2025 laut Bundesregierung bei 2,1 Prozent, unter Pflegehelfern lediglich bei 1,2 Prozent.

Starkes West-Ost-Gefälle bei der Leiharbeit

Regional fällt die Verbreitung von Leiharbeit in der Pflege unterschiedlich aus. In Westdeutschland betrug der Anteil im August 2025 laut den Angaben 1,9 Prozent, in Ostdeutschland hingegen nur 1,5 Prozent. Besonders hoch war der Wert in Hamburg mit 4,2 Prozent – dem mit Abstand höchsten Anteil unter allen Bundesländern. Am niedrigsten lag er in Mecklenburg-Vorpommern mit lediglich 0,4 Prozent.

Leiharbeitskräfte verdienen mehr als Festangestellte

Die Gehälter in der Pflege haben sich laut Bundesregierung in den vergangenen Jahren stark nach oben entwickelt. Der Bruttomedianlohn stieg demnach von monatlich 3.392 Euro Ende 2020 auf 4.124 Euro vier Jahre später. Pflegekräfte, die auf Leiharbeitsbasis tätig sind, erzielten mit einem Bruttomedianlohn von 4.172 Euro sogar ein höheres Einkommen als fest angestellte Beschäftigte. Insgesamt ist die Zahl der Pflegekräfte in Deutschland gewachsen – von gut 1,6 Millionen Ende August 2020 auf knapp 1,8 Millionen Ende August 2025. Nahezu unverändert blieb hingegen die hohe Teilzeitquote, die weiterhin bei rund 50 Prozent liegt.