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Gemeindeschwesterplus startet im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Der Landkreis Bernkastel-Wittlich nimmt seit Januar 2024 am rheinland-pfälzischen Landesprogramm Gemeindeschwesterplus teil. Ziel des Programms ist es, dass ältere Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können.
Bereits seit dem Jahr 2020 beschäftigt die Gemeinde Morbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich eine durch das Land geförderte Fachkraft Gemeindeschwesterplus, heißt es in der Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums. Zum 1. Januar 2024 habe der Landkreis die kommunale Verantwortung für die Umsetzung des Landesprogramms übernommen. Das Angebot werde entsprechend auf 1,5 Stellen ausgeweitet und stehe künftig auch älteren Menschen in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues zur Verfügung.
Fachkräfte wirken präventiv
Gemeindeschwesterplus ist laut Pressemeldung ein Angebot für ältere Menschen, die in der eigenen Wohnung leben und noch nicht pflegebedürftig sind oder denen noch kein Pflegegrad zuerkannt ist. Die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus sind demnach besonders geschulte Pflegefachkräfte, die hochbetagte Menschen zuhause besuchen und sie kostenlos beraten. Die vorbeugende Beratung nehme die soziale Situation, die gesundheitliche und hauswirtschaftliche Versorgung ebenso in den Blick wie die individuelle Wohnsituation, Mobilität, Freizeitgestaltung und Kontakte. Die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus vermittelten auch wohnortnahe und gut erreichbare Teilhabeangebote wie gesellige Seniorentreffen, Bewegungsangebote, Veranstaltungen oder Kurse. Zeige sich während der Beratung, dass bei einem Senior oder einer Seniorin bereits ein Pflegebedarf eingetreten ist und möglicherweise Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung bestehen, vermittelten die Fachkraft Gemeindeschwesterplus an den örtlichen Pflegestützpunkt.
Sozialminister für flächendeckenden Ausbau des Angebots
„Ich freue mich, dass damit noch mehr ältere Menschen in Rheinland-Pfalz vom präventiven Hausbesuch profitieren können. Einem flächendeckenden Angebot von Gemeindeschwesterplus kommen wir damit einen weiteren Schritt näher“, erklärte Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) zur Übergabe des Zuwendungsbescheids über die Landesförderung an Gregor Eibes, Landrat des Landkreises Bernkastel-Wittlich.
„Das Landesprogramm Gemeindeschwesterplus ist aus Rheinland-Pfalz nicht mehr wegzudenken. Durch ihre aufsuchende Arbeit tragen die Fachkräfte entscheidend dazu bei, dass der Eintritt der Pflegebedürftigkeit hinausgezögert wird und ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen können. Darüber hinaus wirkt der präventive Hausbesuch nachgewiesen gegen Einsamkeit im Alter“, betonte Sozialminister Schweitzer.
Finanzierung
Im Rahmen des Landesprogramms Gemeindeschwesterplus fördert das Land laut Presseinformation die ausgebildeten Fachkräfte mit einem Stellenanteil von bis zu 1,5 Vollzeitäquivalenten. Für das Landesprogramm stellt die Landesregierung im Jahr 2024 Landesmittel in Höhe von 3,35 Millionen Euro zur Verfügung, heißt es weiter. Bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2026 soll das Angebot Gemeindeschwesterplus flächendeckend ausgebaut werden. Stand Januar 2024 sind über 70 Fachkräfte Gemeindeschwesterplus im Einsatz, dies entspricht 45 Vollzeitstellen.
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