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DRK-Präsidentin: Mit neuen Ideen aus der Pflegekrise

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, wirbt für neue Wege, um aus der Pflegekrise zu kommen. Sie setzt auf eine stärkere Nachbarschaftshilfe.

Setzt auf neue Wege, um aus der Pflegekrise zu kommen: DRK Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Foto: DRK/Michael Handelmann

„Wir brauchen eine breite gesellschaftspolitische Diskussion über dieses Thema“, sagte Hasselfeldt am Mittwoch im Radiosender Bayern 2. „Denn für mich ist klar, dass wir nicht alles über die bisher bekannten Strukturen lösen können.“

Hasselfeldt nannte konkrete Beispiele sowohl für den ambulanten, als auch für den stationären Bereich. Unter andrem müsse die Nachbarschaftshilfe gestärkt werden. Die Unterstützung durch Angehörige, aber auch durch Freunde, Bekannte und Nachbarn müsse stärker mit der professionellen Pflege verzahnt werden.

Arbeitskräftemangel und die Unterfinanzierung der Pflegeversicherung

Die frühere Bundesgesundheitsministerin (CSU) hält den Arbeitskräftemangel und die Unterfinanzierung der Pflegeversicherung für die Hauptprobleme der Branche. Diese Probleme würden durch die demografische Entwicklung nicht kleiner, sondern eher größer. „Es gibt in der Tat keine schnelle und vor allem auch keine Patentlösung“, sagte sie.

Hasselfeldt sprach sich dafür aus, Pflegerinnen und Pfleger durch Entbürokratisierung zu entlasten. Man dürfe sich aber nicht der „trügerischen Hoffnung“ hingeben, dass mit der Digitalisierung Pflegeleistung entlastet werde: „Denn die Pflege braucht menschliche Zuwendung. Das geht nicht mit Robotern.“ Die DRK-Präsidentin betonte zudem, Pflegekräfte dürften nicht aus der Freizeit geholt werden, wenn es personell eng würde. Hier müssten „trägerübergreifende Pools“ eingerichtet werden, um eine weitere Überlastung der Pflegekräfte zu vermeiden.

Eine Antwort auf “DRK-Präsidentin: Mit neuen Ideen aus der Pflegekrise

  1. med-pharm-historie

    DRK Präsidentin findet deutliche Worte für die gesamtgesellschaftliche Krise…
    ——————————————————————————————-
    Zwei GesichtsPunkte hält die Präsidentin für substanziell :

    1. Arbeitskräftemangel im gesamten Gesundheitswesen!

    2. Unterfinanzierung der Pflegeversicherung

    Lösung zu 1. Rückkehr zur Wehrpflicht.. siehe Forderung
    von Ministerpräsident Markus Sönder ( CSU) dazu Dienstpflicht für ALLE Schulabgänger/innen.

    Lösung zu 2. GKV Pflicht für alle Erwerbstätigen, auch Ärzte,
    Zahnärzte, Psychotherapeuten. also alle die bisher Milliarden Einkommen aus dem Gesundheitssystem ziehen, ohne auch NUR einen EURO zur Finanzierung beizutragen. Punkt

    PRO Senioren PAKT
    Hans Gerhard Christoph