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Diakonie München und Oberbayern organisiert sich als gGmbH neu
Die Diakonie München und Oberbayern fasst ihre sozialen Angebote künftig unter dem Dach einer gemeinsamen gemeinnützigen GmbH zusammen. Die Mitgliederversammlung des Vereins stimmte der organisatorischen Neuausrichtung am 25. Juni einstimmig zu.
Im Herbst sollen laut Diakonie zunächst die operativen Bereiche des Vereins in die bisherige Tochtergesellschaft Diakonie Herzogsägmühle gGmbH überführt werden. Diese wird dann in „Diakonie München und Oberbayern gGmbH“ umbenannt. 2026 folgen nach Angaben der Organisation das Evangelische Hilfswerk gGmbH, die Hilfe im Alter gGmbH sowie die Kinderhilfe Oberland gGmbH. Die Inklusionsbetriebe – diakonia gGmbH, i+s Pfaffenwinkel gGmbH und BiLL gGmbH – sowie die HWS GmbH bleiben rechtlich eigenständig.
„Die Rahmenbedingungen im Sozial- und Gesundheitssektor verändern sich seit Jahren spürbar“, sagt Vorstandssprecherin Andrea Betz. Mit der Neustrukturierung will die Organisation nach eigenen Angaben ihre Marktposition und Attraktivität als Arbeitgeber stärken sowie die Refinanzierung der Infrastrukturkosten verbessern. Für Klienten, Bewohner und Angehörige soll sich im Alltag nichts ändern – die gewohnten Ansprechpartner, Angebote und Standorte bleiben laut Diakonie bestehen. Auch für die Mitarbeiter seien keine Einschnitte geplant. Das Diakoniedorf Herzogsägmühle in Peiting, das Menschen mit Behinderung, psychischen Erkrankungen oder in sozialen Notlagen betreut, soll seinen „einzigartigen Charakter“ bewahren.
Die Wahl der Rechtsform folge einem klaren Ziel: „Die gGmbH-Struktur bietet rechtlich verlässliche und gleichzeitig flexible Rahmenbedingungen für professionelles Handeln. Gleichzeitig bleibt die Gemeinnützigkeit rechtlich fest verankert“, fasst der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Gleue zusammen. Der Schritt unter das Dach einer gemeinsamen gGmbH erfolge wohlüberlegt und gut vorbereitet. Bereits seit 2021 wurden mehrere Geschäftsbereiche der Diakonie übergreifend zusammengeführt – etwa in der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Arbeit für geflüchtete Menschen. Auch zentrale Dienste wie Personal, IT oder Kommunikation arbeiten inzwischen unternehmensweit. „Der Umbau ist also ein weiterer Schritt in einem langfristig angelegten Prozess“, so Gleue.
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