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Cura schließt Einrichtung in Verden

Das Cura Seniorencentrum in Verden schließt zum 30. September, berichtet die Kreiszeitung. Nahezu alle 40 Bewohnerinnen und Bewohner haben bereits einen neuen Pflegeplatz.

Die Entwicklungen auf dem lokalen und regionalen Arbeitsmarkt hätten es nicht möglich gemacht, den Betrieb weiterzuführen, so der Cura-Unternehmenssprecher gegenüber der Kreiszeitung. Foto: Cura

32 Pflegeheime weist laut Kreiszeitung der aktuelle Pflegebericht des Landkreises Verden aus. Zum 30. September werden es noch 31 sein. Denn dann schließt das Cura Seniorencentrum in der Hohen Leuchte in Verden.

„Das schwierige Marktumfeld“ nennt Sven Breithaupt-Hirschler, Leiter Marketing und Kommunikation der Cura Unternehmensgruppe in Berlin, als einen Grund für den Rückzug aus Verden. Die Entscheidung habe sich das Unternehmen, das bundesweit über knapp 50 Standorte verfügt, nicht leicht gemacht, betont er. In der Regel betreibe Cura seine Häuser über einen langen Zeitraum. Und gerade das sehr gute und langjährige Personal habe in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass das Heim in Verden wie ein Familienbetrieb geführt worden sei.

Schwieriges Marktumfeld für Cura in Verden

Gleichwohl habe man in Verden nicht zuletzt aufgrund neuer Anforderungen an Einzel- und Doppelzimmer „pro Quadratmeter weniger Geld“ verdient, erklärt er die wirtschaftlichen Abwägungen in der Kreiszeitung.

Darüber hinaus hätten „die Entwicklungen auf dem lokalen und regionalen Arbeitsmarkt“ es nicht möglich gemacht, den Betrieb weiterzuführen. Das deckt sich mit Zahlen des Kreis-Pflegeberichtes. Dort beträgt die durchschnittliche Auslastung der dort befragten stationärer Pflegeeinrichtungen 85 Prozent. Von 2095 Plätzen in den Heimen können 276, also rund 13 Prozent, nicht belegt werden, weil es an Personal fehlt.

Von der Cura-Schließung in Verden sind nach Angaben der Unternehmensgruppe 52 Mitarbeitende betroffen. „Es laufen aktuell sehr viele Gespräche zwecks interner Übernahmen, erste Angebote wurden bereits ausgesprochen“, so Breithaupt-Hirschler gegenüber der Kreiszeitung. Cura versuche, so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie möglich intern zu halten. „Eine Mitarbeiterin hat sich beispielsweise schon direkt dafür entschieden, an einen unserer anderen Standorte zu wechseln“, erklärt der Unternehmenssprecher.

Umzug in Einrichtungen nach Lilienthal und Zeven

Von den 40 Bewohnern des Heimes hätten bis auf einen bereits alle einen neuen Pflegeplatz. Einige von ihnen ziehen um in die nächstgelegenen Cura-Heime nach Lilienthal und Zeven. Bei der Suche nach einem Platz seien sie von der Einrichtung- und Pflegedienstleitung begleitet worden. „Wir haben persönlich die umliegenden Pflegeheimbetreiber aufgesucht und mögliche Übernahmen erfragt“, betont Sven Breithaupt-Hirschler und nennt die Zusammenarbeit „sehr gut“. „Wir begleiten alle Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörige – von der Anfrage in den benachbarten Pflegeeinrichtungen bis zur vollständigen Überleitung. Zudem stehen wir im engen Austausch mit den Angehörigen, Betreuerinnen und Betreuern und der zuständigen Heimaufsicht.“

Was nach der Schließung des Seniorencentrums mit der Immobilie geschieht, dazu machte Sprecher Breithaupt-Hirschler keine Angaben. „Die Immobilie ist nicht Eigentum von Cura“.