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Caritasverband setzt auf Deeskalation und Stressprävention
Hoher Arbeitsdruck, private Belastungen und zunehmend auch verbale Angriffe prägen laut dem Caritasverband Darmstadt den Berufsalltag vieler Beschäftigter in sozialen und pflegerischen Berufen. Der Verband hat deshalb im Rahmen seines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) spezifische Angebote entwickelt, die sowohl die Gesundheitsvorsorge als auch die Handlungssicherheit der Mitarbeitenden stärken sollen.
„Stress gehört zum Alltag. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen“, sagt Anne Haagen, Mitarbeiterin im BGM des Caritasverbands. In herausfordernden Situationen reagierten viele Menschen schneller emotional, als sie es eigentlich wollten. Dieser Umgang mit den eigenen Reaktionen lasse sich jedoch gezielt trainieren. Wer die eigenen Ressourcen kenne und nutze, könne Dauerbelastungen besser ausgleichen und Erschöpfung vorbeugen. „Selbstkontrolle und innere Stabilität sind wie ein Muskel trainierbar“, so Haagen.
Deeskalationstrainerin Anke Dreher vom Caritasverband unterstreicht die Rolle der eigenen Haltung in Konfliktsituationen: „Wir können das Verhalten anderer nicht direkt verändern, aber wir können steuern, wie wir selbst reagieren.“ Ein ruhiger, klarer Auftritt wirke häufig deeskalierend und schaffe Sicherheit – sowohl für die Mitarbeitenden selbst als auch für die Klient:innen.
Konkret bietet der Caritasverband die Fortbildung „Bewusste Auszeit – Pause vom Alltag“ an. Ziel ist es laut dem Verband, den Teilnehmenden Raum zu geben, ihre persönlichen Ressourcen zu erkennen, Strategien zur Stressbewältigung zu erlernen und ihre Handlungssicherheit im Berufsalltag zu festigen. „Wir wollen nicht nur Belastungen reduzieren, sondern Menschen befähigen, ihre Stärken bewusst einzusetzen“, erklärt Haagen. Die Fortbildung wird in Kooperation mit den PART-Deeskalationstrainerinnen Judith Blank und Anke Dreher durchgeführt.
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