News
Bremer Pflegeheim findet nach Insolvenz neuen Standort
Das Pflegeheim Haus am Dobben in Bremen ist nach der Insolvenz des Betreibers Convivo nach Gröpelingen umgezogen. Dieser Schritt sichert die Zukunft der Einrichtung mit ihrer besonderen Klientel. Viele Bewohner sind nicht nur pflegebedürftig, sondern leiden auch unter schweren Suchterkrankungen und deren Folgen.
Laut Weser Kurier ist das Pflegeheim Haus am Dobben vor einigen Monaten nach Gröpelingen umgezogen. Der Umzug markiert das vorläufige Ende einer fast zweijährigen unsicheren Phase, die durch die Insolvenz der Convivo-Gruppe ausgelöst wurde.
Jens Cloppenburg, Leiter der Einrichtung, bezeichnet den Umzug als „ganz schönen Kraftakt“. Obwohl der eigentliche Umzug bereits ein halbes Jahr zurückliegt, befindet sich das nun als „Haus im Park“ firmierende Heim laut Cloppenburg immer noch in der Aufbauphase.
Herausforderungen für spezielle Bewohnergruppe
as Haus am Dobben zeichnete sich durch seine sehr spezielle Klientel aus. Viele Bewohner sind nicht nur aufgrund altersbedingter Einschränkungen pflegebedürftig, sondern leiden auch unter schweren Suchterkrankungen und deren Folgen. Einige haben zudem Phasen der Obdachlosigkeit erlebt.
„In den üblichen Einrichtungen käme unsere Klientel kaum klar und die dortigen Pflegekräfte nicht mit ihnen“, erklärt Cloppenburg dem Weser Kurier. Diese besonderen Herausforderungen meistert das Haus bereits seit über zehn Jahren.Komplexe Lösungssuche nach Insolvenz
Die Convivo-Insolvenz im Januar 2023 gefährdete den Weiterbetrieb. Das Gebäude am Dobben, ein Convivo-Vermögenswert, war für neue Betreiber unattraktiv aufgrund veralteter Standards und geringer Pflegeplatzanzahl (34).
Neuanfang in Gröpelingen
Die Lösung ergab sich schließlich im September des Vorjahres. Das Haus zog in das Gebäude des ehemaligen Hauses Seewenje in der Gneisener Straße in Gröpelingen ein. Eigentümer dieser Immobilie ist Hemsö, ein schwedischer Staatsfonds, der auf Sozialimmobilien spezialisiert ist.
Laut Immotiss, dem beratenden Unternehmen, bietet der neue Standort die Möglichkeit, die Einrichtung auf rund 49 Plätze zu erweitern. Dies würde es ermöglichen, allen Bewohnern Einzelzimmer nach heutigem Standard zu bieten, wobei Badezimmer geteilt würden.
Die Rehei-Gruppe aus Bad Pyrmont wurde als neuer Betreiber gefunden. Der Erfolg des Konzepts hängt nun vor allem von der Personalsuche ab. Nur mit ausreichend Personal können die zusätzlichen Plätze auch betrieben werden.
Das ehemalige Gebäude am Dobben steht zum Verkauf. Laut Insolvenzverwalter steht man kurz vor einem Abschluss. Mit dem Umzug und der neuen Perspektive konnte eine wichtige Einrichtung für eine besonders vulnerable Gruppe von Pflegebedürftigen erhalten werden.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren