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Barmer-Umfrage: Unzureichende Transparenz bei DiGA-Nutzung

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden regelmäßig genutzt, aber mangelnde Transparenz führt zu unerfüllten Erwartungen der Versicherten.

Die Grafik zeigt die Nutzung der DiGA. Grafik: Barmer

Eine Umfrage der BARMER unter 1.700 Versicherten zeigt, dass trotz Einlösung des Freischaltcodes etwa 600 Personen die DiGA nach 90 Tagen nicht mehr nutzen, wovon 421 ihre Entscheidung mit nicht erfüllten Erwartungen begründen.

Einführung von Testzeiträumen

Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer, betont die noch unzureichende Integration digitaler Gesundheitsanwendungen in die Versorgung. Er fordert mehr Transparenz, insbesondere in der Darstellung der Inhalte im DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Eine einheitliche und verständliche Darstellung sei für Erstanwender und Leistungserbringer entscheidend.

Die Umfrage zeigt, dass 77 Prozent der Teilnehmenden DiGA mehrmals pro Woche nutzen, aber 38 Prozent die App vorzeitig beenden. Barmer-Chef Straub schlägt die Einführung von Testzeiträumen vor, um die Anwendung individuell ausprobieren zu können. Zudem sollten die Hersteller von DiGA in den ersten Jahren der Nutzung keine freie Preisgestaltung haben, da der Nutzen noch nicht wissenschaftlich belegt sei.

Die Barmer-Studie unterstreicht die Bedeutung verbesserter Informationsstrukturen, um den Erwartungen der Versicherten an digitale Gesundheitsanwendungen gerecht zu werden. Testzeiträume und Einschränkungen bei der Preisgestaltung könnten eine effektive Lösung für eine nachhaltige Nutzung von DiGA sein, so die Barmer in ihrer Pressemitteilung.