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Azurit Gruppe startet eigene Ausbildungsklasse für Pflegekräfte

Die Azurit Gruppe und die BIP-Berufsfachschule Chemnitz haben ein Pilotprojekt gestartet, bei dem erstmals alle Auszubildenden eines Trägers gemeinsam unterrichtet werden. Das neue Konzept soll zu einer besseren Vernetzung unter den Auszubildenden und einer stärkeren Identifikation mit dem Ausbildungsträger führen.

Ausbildung Azurit Klasse
Vernetzung, Identifikation, Begleitung: Die Auszubildenden der neuen Azurit-Klasse werden von der Zentralen Ausbildungskoordinatorin Sylvia Haase (stehend rechts) mit Taschen voller nützlicher Dinge für die Ausbildungszeit ausgestattet. Foto: Azurit Gruppe

Seit September werden 14 Auszubildende aus sechs Azurit-Häusern der Region Chemnitz erstmals in einer eigenen Klasse unterrichtet, wie die Azurit Gruppe mitteilt. Das Pilotprojekt entstand aus der Überlegung heraus, ob die bisher übliche zufällige Verteilung der Auszubildenden auf verschiedene Klassen die beste Lösung darstellt.

Laut Azurit soll das neue Konzept zu einer besseren Vernetzung unter den Auszubildenden und einer stärkeren Identifikation mit dem Ausbildungsträger führen. Die Kooperation zwischen der Azurit Gruppe und der BIP-Berufsfachschule in Chemnitz besteht bereits seit vielen Jahren, zunächst in der Altenpflege und nun im Rahmen der generalistischen Ausbildung.

Das Projekt wurde von der Zentralen Azurit-Ausbildungskoordinatorin Sylvia Haase und BIP-Geschäftsführerin Judith Richter initiiert. Die Klasse umfasst insgesamt 23 Auszubildende, da die verbleibenden Plätze gebündelt an eine nahegelegene Klinik vergeben wurden.

Praxisanleiter übernehmen Unterricht an der Berufsschule

Eine Besonderheit des neuen Ausbildungskonzepts liegt in der erweiterten Rolle der Praxisanleiter:innen. Diese führen in enger Abstimmung mit den Lehrkräften gezielt fachpraktische Lerneinheiten für ihre eigene Klasse an der Berufsfachschule durch.

Der Unterricht kann alternativ auch vor Ort in einer Azurit-Einrichtung stattfinden, wenn dort Expertinnen und Experten ihr Fachwissen vermitteln können. Die Praxisanleiter:innen arbeiten dabei sowohl im Team-Teaching an der Berufsschule als auch in Abstimmung mit den Einrichtungen bei den praktischen Einsätzen.

Durch diese Herangehensweise sollen die Ausbildungspläne der Einrichtungen besser mit der theoretischen Ausbildung an der Schule abgestimmt werden. Dies führt zu kürzeren Kommunikationswegen und ermöglicht eine gebündelte Terminplanung.

Strategische Mitarbeiterbindung als Hauptziel

Das Unternehmen verfolgt mit dem Pilotprojekt ein klares strategisches Ziel: Junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen über bestärkende Erlebnisse und ein gutes Gruppengefühl während der Ausbildungszeit positiv an das Unternehmen gebunden werden. Dies soll eine wichtige Basis dafür schaffen, dass die Auszubildenden langfristig motiviert in der Pflege arbeiten und ihrem Ausbildungsträger treu bleiben.

Laut Azurit profitieren auch die Praxisanleiter:innen von dem neuen Konzept. Durch ihre erweiterte Lehrtätigkeit können sie eine stärkere Verbindung zur ganzen Ausbildungsklasse aufbauen und die Auszubildenden mit ihren Stärken und ihrer Persönlichkeit besser kennenlernen und einschätzen.

Das Konzept soll es ermöglichen, den Auszubildenden ab dem ersten Tag entsprechend ihrer Stärken und Interessen Karrierewege im Unternehmen aufzuzeigen. Gleichzeitig bleibt das Ziel der generalistischen Ausbildung erhalten, Auszubildende unterschiedlicher Schwerpunkte miteinander zu vernetzen, sodass sie voneinander lernen können.