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Arbeitgeberverband Pflege: Deutschland braucht die stambulante Versorgung
Am 8. Oktober 2025 findet die Bundestagsanhörung zur Pflege statt. Aus diesem Anlass fordert der Arbeitgeberverband Pflege die schnelle Einführung der stambulanten Versorgung und warnt vor einem Versorgungskollaps. AGVP-Präsident Thomas Greiner kritisiert, das Konzept werde „von Nörglern und Bürokraten ausgebremst“.
Stambulant werde seit Jahren ausgebremst, obwohl sich dass Konzept in Modellprojekten bewährt habe, so der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP). Deutschland stehe vor einer dramatischen Versorgungslücke in der Altenpflege. Während jährlich über 16.000 neue Pflegeplätze benötigt würden – was mehr als 200 neuen Heimen entspräche – gehe die Zahl der Neugründungen in allen Versorgungsformen zurück, teilte der Verband anlässlich einer Bundestagsanhörung zur Pflege mit, die am 8. Oktober 2025 stattfindet.
AGVP-Präsident Thomas Greiner warnte vor einem drohenden „Versorgungskollaps“, falls nicht umgehend gehandelt werde. Statt der benötigten Kapazitätserweiterung verliere Deutschland sogar bestehende Pflegeplätze.
Lösung für den drohenden Versorgungskollaps
Als Ausweg aus dieser Situation sieht der Verband die sogenannte stambulante Versorgung, ein Modell, das sich laut AGVP bereits in Modellprojekten bewährt habe. Knapp 40 Prozent der Pflegeunternehmen sähen in dieser Versorgungsform das größte Potenzial für neue Pflegeplätze, wie aus dem Altenhilfebarometer 2025 von Curacon hervorgeht.
Das Modell finde bereits praktische Anwendung: 34 Bürgermeister aus vier Bundesländern unterstützten die stambulante Versorgung bereits, so Greiner. Trotz dieser Erfolge werde das Konzept „von Nörglern und Bürokraten ausgebremst“, kritisierte der Verbandspräsident.
Der AGVP bezeichnet die stambulante Versorgung nicht als „dritte Säule“ neben ambulanter und stationärer Pflege, sondern als „Ausweg aus der Versorgungssackgasse“. Greiner forderte eine „unverzügliche und unbürokratische Umsetzung“ des Modells. Die Pflegeunternehmen stünden bereit, Pflegebedürftige und Kommunen warteten auf den „Startschuss“ für die flächendeckende Einführung.
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