News

AGVP: Ausbildungsboom in der Pflege führt nicht zu mehr Pflegeplätzen

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) kritisiert Fachkraftquoten und Personalschlüssel als Ausdruck des Misstrauens gegenüber Pflegefachleuten. Sie verhinderten Eigenverantwortung, Flexibilität und mehr Pflegeplätze.

Wer mehr Versorgung will, muss der Pflege endlich vertrauen und Kompetenzen vor Bürokratie stellen, fordert der Arbeitgeberverband Pflege. Foto: Werner Krüper

Die Pflegeausbildung sei die beliebteste in Deutschland, so der AGVP in einer aktuellen Pressemitteilung: Mit durchschnittlich 1.310 Euro im Monat sei sie die bestvergütete Ausbildung und auch bei den Ausbildungszahlen liege sie mit knapp 60.000 neuen Auszubildenden an der Spitze. Doch der Boom verpuffe, wenn gut ausgebildetes Personal nicht sinnvoll eingesetzt werden dürfe und Pflegebedürftige die Ausbildungskosten mittragen müssten.

Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Pflege ist der beliebteste Ausbildungsberuf und wird am besten vergütet – das ist ein starkes Signal. Aber der Boom nützt nichts, wenn am Ende leere Betten bleiben, weil Fachleute durch Quoten und Personalschlüssel ausgebremst werden. Wer mehr Versorgung will, muss der Pflege endlich vertrauen – und aufhören, ihre Kompetenzen hinter Bürokratie zu verstecken.“

Passend dazu: Das Bundeskabinett hat zwei zentrale Pflegegesetze verabschiedet, die Fachkräften mehr Kompetenzen einräumen und die Ausbildung vereinheitlichen sollen.