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GfA Tagesstätten: Investoren für acht von zwölf Standorten gefunden
Für acht der zwölf Betriebsstätten der in die Insolvenz gegangenen GfA Tagesstätten GmbH wurden Käufer aus der Branche gefunden. Rund 80 der mehr als 90 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Drei Standorte wurden geschlossen oder zusammengelegt, für Elstal läuft die Investorensuche weiter. Die Versorgung der Klientinnen und Klienten ist während der Übergangsphase gesichert.
Nach Angaben der Rechtsanwaltsgesellschaft PLUTA wurden acht der ursprünglich zwölf Betriebsstätten im Rahmen eines Asset Deals an fünf verschiedene Investoren verkauft. Die beiden Berliner Tagespflegen in Hohenschönhausen und Lichtenberg gehen an einen großen sozialen Träger. In Brandenburg wurden Lösungen für die Standorte Falkensee, Friesack, Lietzow, Potsdam, Schorfheide und Wustermark gefunden. Sämtliche Erwerber stammen laut PLUTA aus der Pflegebranche und übernehmen die dortigen Mitarbeitenden.
Drei Schließungen, Elstal wird saniert
Für die Standorte Rathenow, Ketzin und Nauen gab es laut Mitteilung keine Fortführungsperspektive. Sie wurden geschlossen beziehungsweise teilweise mit dem Standort Elstal zusammengelegt, den der Insolvenzverwalter derzeit operativ saniert und weiterbetreibt. Für Elstal sucht PLUTA weiterhin nach einer Investorenlösung. Eine Gesamtlösung für alle zwölf Standorte kam nicht zustande. Nach Darstellung des Verwalters war trotz zahlreicher Gespräche kein Interessent bereit, sämtliche Einrichtungen zu übernehmen. Das PLUTA-Team richtete den Prozess daraufhin auf Einzellösungen aus. Mit der Durchführung des Investorenprozesses war die WMCF GmbH beauftragt, Brachwitz wurde intern von Rechtsanwalt Nicolas Konkel unterstützt.
Übergang abhängig von Versorgungsverträgen
Die Kaufverträge sind unterzeichnet, die Gläubigerversammlung hat zugestimmt, die Belegschaft wurde informiert. Der wirtschaftliche Übergang setzt jedoch voraus, dass die neuen Betreiber die erforderlichen Verträge mit den Pflegekassen abschließen und neue Versorgungsverträge vorliegen. Bis dahin führt der Insolvenzverwalter auch die verkauften Standorte weiter. Damit soll die Versorgung der Betreuten in der Übergangsphase durchgängig sichergestellt werden – ein Punkt, der für ambulante Träger regelmäßig zum Engpass wird, weil die Kassenzulassung nicht automatisch auf den Erwerber übergeht.
Zum Verfahrensverlauf: Das Amtsgericht Charlottenburg ordnete am 5. Mai 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Am 1. Juli 2026 wurde das Verfahren eröffnet und Frank Brachwitz zum Insolvenzverwalter bestellt. Seit Antragstellung vor mehr als vier Monaten läuft der Betrieb der Tagesstätten durchgehend weiter – auch im eröffneten Verfahren, in dem die Einrichtungen unter Vollkosten arbeiten.
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