News

Bericht: Pflegekosten für Kommunen deutlich gestiegen

Die von den Kommunen gezahlte „Hilfe zur Pflege“ ist einem Zeitungsbericht zufolge innerhalb von zwei Jahren um ein Drittel gestiegen. Der Posten gehört demnach zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen.

Kostensteigerung
Um mehr als 30 Prozent sind die Kosten für die Sozialleistung "Hilfe zur Pflege" innerhalb von zwei Jahren laut Bericht gestiegen. Die Kosten tragen die Kommunen. (Symbolbild) Foto: AdobeStock/Andrey Popov

Wie der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, André Berghegger, der „Augsburger Allgemeinen“ vom 15. September sagte, seien diese Kosten bundesweit von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 6 Milliarden im vergangenen Jahr gewachsen – ein Plus um 33 Prozent.

Die Sozialämter zahlen die „Hilfe zur Pflege“ laut dem Bericht, wenn Heimbewohner und Angehörige Eigenanteile nicht mehr bezahlen können. Berghegger sagte der Zeitung, dieser Posten gehöre zu den am stärksten wachsenden Sozialausgaben der Kommunen und verschärften vielerorts die Finanznot von Städten sowie Gemeinden.

Systemwechsel: Fixer Eigenanteil, Rest Pflegeversicherung

Der kommunale Spitzenverband plädierte für einen „Sockel-Spitze-Tausch“: Berghegger forderte, „dass zukünftig alle Pflegebedürftigen einen fixen Eigenanteil zahlen und die darüber hinausgehenden Kosten dann von der Pflegekasse übernommen werden“.

Anzeige: