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„Pflege ist safe“: Niedersachsen startet Social-Media-Kampagne für Pflegenachwuchs

Mit dem Slogan „Pflege ist safe“ wirbt Niedersachsen um Auszubildende für die Pflegefachkraft- und Pflegefachassistenz-Ausbildung. Die Kampagne setzt schwerpunktmäßig auf soziale Medien, adressiert gezielt Klischees und will insbesondere für die ambulante und stationäre Langzeitpflege gewinnen. Finanziert wird sie von der „Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung“.

Foto: Stiftung „Zukunft der Altenpflegeausbildung“

Die niedersächsische „Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung“ hat eine landesweite Kampagne gestartet, mit der die Ausbildungszahlen in den Pflegeberufen weiter gesteigert werden sollen. Kernbotschaft: Pflegeberufe sind krisensicher – und damit „safe“. Laut Pressemitteilung der Stiftung richtet sich die Kampagne primär an junge Menschen und soll für die generalistische Pflegeausbildung sowie für die ab 2027 geltende bundeseinheitliche Ausbildung in der Pflegefachassistenz werben.

Die Kampagne stellt die Vielfältigkeit der Pflegeberufe in den Mittelpunkt. Adressiert werden neben der Sinnhaftigkeit der Tätigkeit auch die bereits während der Ausbildung gezahlten Vergütungen sowie Weiterentwicklungsperspektiven. Zusätzlich greift die Kampagne nach Angaben der Stiftung gängige Klischees auf, um insbesondere Interessierte für die ambulante und stationäre Langzeitpflege zu gewinnen. Diesen Aspekt betonen Heike Lange (Landesarbeitsgemeinschaft der Verbände der Privaten Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen) und Andrea Hirsing (Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen).

Bemerkenswert ist die argumentative Verknüpfung mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter im Kuratorium der Stiftung verweisen darauf, dass KI absehbar zu erheblichen Veränderungen am Arbeitsmarkt führen werde – Beschäftigte in der Pflege müssten sich um ihren Arbeitsplatz jedoch keine Sorgen machen, da keine KI die zugewandte Tätigkeit am Pflegebedürftigen ersetzen könne. Auch diese Botschaft soll die Kampagne transportieren.

Der Schwerpunkt liegt auf sozialen Medien – dort, wo sich die potenziellen Auszubildenden bewegen. Umgesetzt wird die Kampagne von der Arbeitsgemeinschaft kochstrasse – Agentur für Marken GmbH (Hannover) und masterplan media GmbH & Co. KG (Hamburg). Getragen wird sie von den Partnern der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), zu denen neben dem Land Niedersachsen die Pflegekassen, die Verbände der Einrichtungsbetreiber, die Kommunalen Spitzenverbände, ver.di, der Niedersächsische Pflegerat, die Bundesagentur für Arbeit und Betroffenenverbände zählen.

Hanno Kummer (Verband der Ersatzkassen, Landesvertretung Niedersachsen) und Brigitte Käser (AOK Niedersachsen) bewerten die von der Stiftung bereitgestellten Mittel als Investition in die pflegerische Versorgung des Landes. Dr. Gesa Schirrmacher, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, zeigt sich überzeugt, dass mit dem offensiven Zuschnitt der Kampagne viele junge Menschen erreicht werden.

Die „Stiftung Zukunft der Altenpflegeausbildung“ wurde 2012 per Landesgesetz als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts errichtet. Hintergrund war die Abwicklung der niedersächsischen Altenpflegeumlage und die Notwendigkeit, die verbliebenen Mittel zweckentsprechend weiterzuverwenden. Ziel ist es, dem demografiebedingt drohenden Fachkräftemangel in der Altenpflege entgegenzuwirken. Im Kuratorium vertreten sind das Land Niedersachsen, die Freie Wohlfahrtspflege, die privaten Pflegeeinrichtungsverbände, die kommunalen Spitzenverbände sowie die Pflegekassen.

Weitere Informationen zur Kampagne unter www.pflegeistsafe.de, die laut Stiftung im weiteren Verlauf kontinuierlich ausgebaut werden soll. (ck)

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