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Diakonie-Zentrum für Hirnverletzte meldet Insolvenz an

Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat das Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirnverletzte Nordhessen (ZeHN) Insolvenz angemeldet. Die Versorgung der verbliebenen sechs Bewohner soll während des Verfahrens sichergestellt werden. Für die Mitarbeitenden wurden Stellenangebote bei den Diakonie-Kliniken Kassel geschaffen.

Insolvenz mit Würfel
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat das Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirnverletzte Nordhessen (ZeHN) Insolvenz angemeldet. Foto: AdobeStock/ marteck

Die ursprünglich geplante schrittweise Schließung des Zentrums bis Ende des Jahres konnte nicht wie vorgesehen umgesetzt werden. Laut einer Mitteilung des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel fanden die meisten Bewohner schneller als erwartet neue Unterbringungsmöglichkeiten. „Da der Großteil unserer Bewohner schneller als erwartet ein neues Zuhause gefunden hat, ist die wirtschaftliche Basis der Einrichtung früher als geplant weggebrochen“, erklärt Geschäftsführerin Martina Tirre die Situation.

Von den ursprünglich 27 Plätzen im Zentrum für Schädel-Hirnverletzte sind aktuell nur noch sechs belegt. Bereits im März 2025 hatte die Einrichtung angekündigt, den Pflegebetrieb aus wirtschaftlichen Gründen zum Dezember 2025 einzustellen.

Versorgung der Bewohner hat Priorität

Wie das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel mitteilte, wurde am 13. Juni beim Amtsgericht Kassel ein entsprechender Antrag gestellt. Das Amtsgericht hat mittlerweile die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Diakonie-Zentrum für Schädel-Hirnverletzte Nordhessen gGmbH angeordnet, wie aus Meldungen des Verbraucherschutzforums hervorgeht. Der bestellte Insolvenzverwalter ist nun für die Sicherung und Zahlung der Gehälter verantwortlich.

Während des laufenden Insolvenzverfahrens wird der Betrieb fortgeführt. Die Einrichtung betont, dass die Versorgung der verbleibenden Bewohnerinnen und Bewohner oberste Priorität habe. Das Team arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Betroffenen, deren Angehörigen und gesetzlichen Vertretern zusammen, um individuelle Lösungen für einen Umzug in neue Einrichtungen zu finden.

Keine Entlassungen geplant

Für die Mitarbeitenden des Zentrums gibt es eine positive Nachricht: Die Diakonie-Kliniken Kassel haben allen Beschäftigten Stellen entsprechend ihrer Qualifikation angeboten. Laut Mitteilung des Diakonissenhauses wird niemand, der das Angebot annimmt, finanziell schlechter gestellt.

Die Mitarbeitenden wurden unmittelbar nach Einreichung des Insolvenzantrags informiert und in einer Versammlung gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter über alle weiteren Schritte in Kenntnis gesetzt.