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Bayerns Pflegeministerin wirbt für neues Berufsregister
Judith Gerlach sieht im Berufsregister für Pflegefachkräfte ein wichtiges Instrument zur Weiterentwicklung des Pflegebereichs. Die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin ruft zur zeitnahen Registrierung auf.
Am 1. Juni startete in Bayern ein neues Berufsregister für professionelle Pflegefachkräfte. Laut Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach soll dieses Register dazu dienen, verlässliche Prognosen für die Zukunft zu erstellen und regionale Engpässe zu identifizieren. „Das Berufsregister bietet die Chance, passgenaue Weichenstellungen vorzunehmen“, erklärte Gerlach am Freitag in München.
Das Register soll künftig genaue Informationen über Anzahl, Altersstruktur und Qualifikationsniveau von Pflegefachkräften in einzelnen Regionen liefern. Die bayerische Ministerin betont, dass diese Daten es ermöglichen werden, Versorgungsrisiken und -lücken zu erkennen. Darüber hinaus könne der Bedarf an Aus-, Fort- und Weiterbildungen besser abgeleitet werden.
Gerlach weist darauf hin, dass mit dem Register langjährigen Forderungen der Berufsfachverbände nachgekommen wird. Auch entspreche es den Reformzielen des Ausschusses zur Weiterentwicklung und Reform der Vereinigung der Pflegenden (VdPB).
Die Ministerin warnt jedoch vor überhöhten Erwartungen. „Der Erfolg steht und fällt mit einer effizienten Umsetzung“, so Gerlach. Sie setzt darauf, dass die VdPB alle relevanten Akteure einbezieht und insbesondere die zu registrierenden Pflegefachkräfte erreicht.
Gerlach betont, dass das Berufsregister allein kein Allheilmittel gegen den Fachkräftemangel sei. Es helfe jedoch, Lücken zu erkennen. Um diese zu füllen oder zu verhindern, müsse weiterhin alles daran gesetzt werden, den Pflegeberuf attraktiv zu gestalten.
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